Bericht von der Gemeinderatssitzung
(Blättle 1.4.99)

Bauanträge Zahl der Gemeinderäte bleibt gleich Keine neuen Abfallkörbe
Gemeinde rechnet Personalkostenzuschüsse für Kindergarten selbst ab Kosten für Sanierung der Ledergasse festgestellt Winterdienst: zuviel oder zuwenig Splitt ?
Graubachtal erhält Bebauungsplan Landkreis saniert Ortsdurchfahrten Rücksichtslose Autofahrer auf Feldwegen
Kritik an Ortsmittesanierung ? Sperrung von Zeller Straße und Hauptstaße Kolumbienreise abgesagt

Bauanträge
Zur Kenntnis nahm der Gemeinderat die Aufstockung des Wohnhauses Fuchseckweg 2 sowie den Bau eines Einfamilienhauses im Sommergarten 35. Das gemeindliche Einvemehmen erhielten der Anbau eines Geräteschuppens In der  Kürze 4 sowie die Erstellung einer Dachgaube im Pliensbacher Weg 12. Keinen Beschluß faßte das Gremium über die geänderte Bauvoranfrage zum Bau eines Einfamilienhauses mit Doppelgarage in der Schlierbacher Straße 14 / Sommenweide 1. Das Grundstück soll von der Sommerweide her erschlossen werden, der Gemeinderat hält jedoch die verkehrliche Anbindung an die Schlierbacher Straße für sinnvoll. Ein Ortstermin mit den Genehmigungsbehörden soll hier Klarheit bringen.

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Gemeinde rechnet Personalkostenzuschüsse für Kindergarten selbst ab
Die Gemeinde Hattenhofen übernimmt vom Landkreis die Aufgabe der Bewilligung und Auszahlung der Landeszuschüsse nach dem Kindergartengesetz. Einem entsprechenden Vertrag hat der Gemeinderat einstimmig zugestimmt. Obwohl von Gesetzes wegen bei Land und Kreis angesiedelt, wickle in der Praxis die Gemeinde alle Angelegenheiten des Kindergartens selbst ab, so Bürgermeister Jochen Reutter. Bei der Gemeinde sei diese Aufgabe auch gut aufgehoben. Da könne man auch vollends die Abwicklung der Zuschüsse übemehmen. Wie in anderen Bereichen (z.B. Abwasser, Dorfsanierung) wird die Gemeinde ihre Fördermittel mit dem Land künftig selbst abrechnen. Der Aufwand bleibt gleich, so Bürgermeister Reutter.

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Graubachtal erhält Bebauungsplan
Durch einen Bebauungsplan wird die Gemeinde die stadtebaulicne Entwicklung im Bereich zwischen Ev. Kirche, Graubachtal, Gallusgelände und Stemkreuzung regeln. Außerdem sollen die Ergebnisse des Ortsmittewettbewerbs, nämlich die Freihaltung und Gestaltung des Graubachtals dadurch gesichert werden. Mit der Planung beauftragte der Gemeinderat Landschaftsarchitekt Jochen Köber und Städteplaner Dr. Jürgen Koch, die die Gemeinde bislang schon beraten haben. Der dorfprägende Charakter der südlichen Ortsmitte Richtung Graubachtal soll erhalten werden, erläuterte Bürgermeister Jochen Reutter. Das Graubachtal soll von Bebauung freigehalten werden, auch will die Gemeinde die landwirtschaftlichen Gehöfte entlang der Hauptstraße sichem. Die Planungskosten betragen ca. 67 000 DM, nachdem der Gemeinderat die Honorarvorschläge der beiden Planer noch geringfügig gekürzt hat. Zwei Drittel der Planungskosten wird voraussichtlich das Land übernehmen.

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Kritik an Ortsmittesanierung ?
Vor allem ältere Leute kritisierten die geplante Sanierung der Ortsmitte, berichtete ein Gemeinderat. Diejenigen, die Kritik an der gemeindlichen Planung üben, waren in keiner der zahlreichen Inforrnationsveranstaltungen sowie Gemeinderatssitzungen zu dem Thema erschienen noch suchten sie das Gespräch mit dem Bürgermeister, so dagegen Stimmen im Gremium. Deswegen konnten Gemeinderat und Schultes diese Kritik nicht nachvollziehen.

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Zahl der Gemeinderäte bleibt gleich
Der Gemeinderat hat entschieden, auch in der nächsten Sitzungsperiode seine Zahl von 14 Sitzen beizubehalten. Die Zahl der Gemeinderäte wurde aufgrund kommunalrechtlicher Bestimmungen vor der Kommunalwahl 1994 von 12 auf 14 erhöht. Durch Änderung der Hauptsatzung kann nun bestimmt werden, daß für die Zahl der Gemeinderäte die nächstniedrige Gemeindegrößengruppe maßgebend ist, erläuterte Hauptamtsleiter Norbert Baar. Das Gremium will jedoch nicht auf die mögliche Zahl von 12 Sitzen zurückgehen.

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Kosten für Sanierung der Ledergasse festgestellt
Zufrieden zeigte sich Bürgermeister Reutter mit der Sanierung der Ledergasse und den entstandenen Kosten. Diese betragen 720 000 DM, wobei für den Straßenausbau und den Bau des Abwasserkanals das Land 373 000 DM zusteuerte. 347 000 DM mußte die Gemeinde selbst bezahlen.

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Landkreis saniert Ortsdurchfahrten
Sowohl die Zeller Straße als auch die Hauptstraße erhalten bis Jahresende einen neuen Belag. Über diesen Beschluß des Landkreises informierte Bürgermeister Reutter. Insgesamt investiert der Landkreis ca. 270 000 DM. Die Belagsarbeiten in der Zeller Straße erfolgen zusammen mit dem Bau des neuen Kanals und der neuen Wasserleitung. Die Belagsarbeiten in der Hauptstraße werden zeitgleich mit den Gestaltungsmaßnahmen zur Sanierung der Ortsmitte ausgeführt. Die Sanierungsarbeiten dauern jeweils von etwa Mai bis November. Von einem schweren Herbst sprach Bürgermeister Reutter, man müsse jedoch diese einmalige Chance nutzen, da sowohl das Land als auch der Landkreis sich stark finanziell beteiligten.

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Sperrung von Zeller Straße und Hauptstaße
Die Zeller Straße muß während der Sanierungsarbeiten vollständig gesperrt werden. Mitte April will Bürgermeister Reutter die Anlieger zu einer Informationsveranstaltung einladen, in der über die Maßnahmen unterrichtet wird. Die Anlieger der Bruckwiesenstraße, über die während der Bauzeit der Verkehr umgeleitet wird, werden ebenfalls gesondert unterrichtet.
Die Bauarbeiten in der Hauptstraße erfordern eine halbseitige Sperrung mit Ampelregelung, eine Umleitung über die Dobelstraße ist nicht erforderlich.

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Keine neuenAbfallkörbe
Die Verwaltung wird am Spielplatz Schützenhaus keinen Papierkorb aufstellen, bekräftigte Bürgermeister Reutter auf Anfrage aus dem Gemeinderat seine bisherige Position. Mitgebrachter Müll könne wieder mit nach Hause genommen werden. Der Vorsitzende bat das Gremium, nicht über einzelne Mülleimer abzustimmen.

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Winterdienst: zuviel oder zuwenig Splitt ?
In den Seitenstraßen wurde während des Winters zuviel Splitt gestreut, bemängelte ein Gemeinderat im Hinblick auf die entstandenen Kosten. Diesen Winter mußte tatsächlich ein Vielfaches der sonst üblichen Menge Splitt und Salz gestreut werden, bestätigte Bauhofchef Jürgen Kehm. lm Hinblick auf ihre Verkehrssicherungspflicht und vor allem auf die erbosten Reaktionen von Anliegem bei Schneefall muß die Gemeinde aber auch in Nebenstraßen, sobald geräumt wurde und eine glatte Fläche entsteht, Splitt ausbringen, erläuterte Hauptamtsleiter Norbert Baar. Demnächst sollen die Kehrmaschinen den Splitt nun kehren und entsorgen.

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Rücksichtslose Autofahrer auf Feldwegen
Kaum hat die Gemeinde keinen Feldschütz mehr, wird auf den Feldwegen wieder wie wild Auto gefahren, beklagte ein Gemeinderat. Die Gemeinde sucht einen neuen gemeindlichen Vollzugsbeamten, der auch für die Nachbargemeinde Zell u. A. tätig wird, erläuterte Hauptamtsleiter Norbert Baar. Siehe auch Ausschreibung in dieser Ausgabe.

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Kolumbienreise abgesagt
Die für Ostem geplante Studienreise von acht Personen aus acht Gemeinden und Städten, an der die Hattenhofer Studentin Judith Fuchs teilnehmen wollte, mußte in letzter Minute abgeblasen werden. Nachdem schon alles organisiert war, spitzte sich die Sicherheitslage in Kolumbien rapide zu. Jüngst wurden drei US-Bürger entführt und ermordet. Das Auswärtige Amt und das Klimabündnis raten aus Sicherheitsgründen von Reisen nach Kolumbien ab. In einem Treffen in Schwäbisch Hall mit hochrangigen Indianervertretern, die auf dem Weg zur UN in Genf sind, soll abgeklärt werden, ob trotzdem eine Partnerschaft mit indigenen Völkern in Kolumbien möglich ist. Siehe Zeitungsartikel NWZ

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