Bericht von der Gemeinderatssitzung
(Blättle 17.6.99)

Formeller Aufstellungsbeschluß für Bebauungsplan "Graubachtal/Ortsmitte"
Bauanträge
Wärmeverbund Schule-Sillerhalle
Ein Backhaus für Hattenhofen ?
Neue Fälle von Feuerbrand

Formeller Aufstellungsbeschluß für Bebauungsplan "Graubachtal/Ortsmitte"

Für den Bereich Graubachtal/Ortsmitte (Ev.Kirche bis Sternkreuzung, früheres Gallusareal, Feldweg Graubach und Bebauung Hirtengasse) wird ein Bebauungsplan aufgestellt. Der Bebauungsplan soll den dortigen Bereich landschaftsplanerisch und städtebaulich neu ordnen und dabei insbesondere die Erkenntnisse aus dem Ideenwettbewerb zur Entwicklung der Ortsmitte Hattenhofen umsetzen.
Wenn die Entwurfsplanung abgeschlossen ist, wird die Gemeinde ihre Bürger in Form einer Informationsveranstaltung ins Bild setzen. Im Anschluß an die Informationsveranstaltung kann man sich 14 Tage lang zu der Planung äußern.

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Bauanträge

Der Bebauung des Areals Zeller Straße 2 hat der Gemeinderat einstimmig zugestimmt. Dort soll ein Zweifamilienhaus umgebaut und in zwei Bauabschnitten ein Mehrfamilienhaus sowie zwei Einfamilienhäuser errichtet werden. Durch diesen lockeren Gebäudekomplex wird der Bereich städtebaulich arrondiert. Die Maßnahme fließt in den neuen Bebauungsplan Graubachtal/Ortsmitte bzw. in die Neugestaltung der Ortsmitte ein.
Der veränderten Ausführung der Dachgauben in Reustadt 14 erteilte die Gemeinde das Einvernehmen. Von der Außerbetriebnahme der Tanktechnikanlage in der Hauptstraße 15 nahm der Gemeinderat Kenntnis. Die Entscheidung über eine beantragte Nutzungsänderung des Milchviehstalles zu einem Pferdestall und Anlegung eines Reitplatzes auf dem Roßwanghof hat der Gemeinderat zurückgestellt. Für das Gremium sind noch zu viele Fragen offen, der Bauherr soll ein Betriebskonzept vorlegen. Zudem befürchten die Räte, daß durch zunehmenden Besucherverkehr und durch Reiter die Feldwege bzw. deren Bankette beschädigt würden.
Verärgert zeigte sich das Gremium darüber, daß die Baumaßnahmen schon fast abgeschlossen sind und der Bauantrag auf Drängen der Gemeinde erst nachträglich vorgelegt wurde.

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Wärmeverbund Schule-Sillerhalle

Arbeiten vergeben Etwa 40.000,--DM günstiger als geschätzt kommt der Wärmeverbund zwischen Schule und Sillerhalle. Dieses erfreuliche Ergebnis brachte die Ausschreibung. Von 18 Firmen, die an der Maßnahme Interesse gezeigt hatten, gaben letztlich nur zwei Firmen ihr Angebot ab.
Beide liegen jedoch deutlich unter dem Kostenvoranschlag. Der Gemeinderat hatte sich für den Wärmeverbund entschieden, da die alte Stromheizung in der Sillerhalle in nächster Zeit sowieso saniert bzw. ausgewechselt werden muß. Die Kosten für einen Nahwärmeverbund mit der überdimensionierten Heizung in der Grund- und Hauptschule sind etwa gleichhoch wie eine Einzelheizung (Öl oder Gas) für die Sillerhalle. Ökologisch und auch wirtschaftlich ist der Wärmeverbund sinnvoller.
Die Arbeit wird in der Sommerpause die Firma Kölle aus Aichelberg unter Teck ausführen. Die Arbeiten umfassen die neue Erdleitung, die teils im Freien teils durch die Sillerhalle geführt wird. Die Sillerhalle erhält einen neuen Wärmespeicher für Warmwasser. Weiter enthalten ist der Anschluß an die Verteiler in der Sillerhalle. Neue Heizkörper oder neue Regelungstechnik werden in der Sillerhalle nicht erforderlich.
Nach Angaben des planenden Ingenieurs Ansgar Schrode ist die Schulheizung so dimensioniert, daß sie in Spitzenzeiten sowohl die Schule als auch die Sillerhalle noch versorgen kann. Ein Gemeinderat wies darauf hin, daß Heizungen unter Vollast die günstigsten Umweltwerte aufweisen.

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Ein Backhaus für Hattenhofen ?

Ob in Hattenhofen wieder ein Backhaus gebaut werden soll, darüber gehen die Meinungen im Gemeinderat auseinander. Bis Anfang der 70er Jahre gab es ein Gemeindebackhaus in der Ledergasse. Seitdem beschäftigt sich die Gemeinde immer wieder mit dem Thema, wobei Bedarfs- und Standortüberlegungen nie abschließend konkretisiert oder entschieden wurden, so Bürgermeister Jochen Reutter. Vor dem Hintergrund eines konkreten Spendenangebots für einen Backofeneinsatz in einem neuen Backhaus will der Bürgermeister das Thema wieder aufrollen.
Auch im letztjährigen Wettbewerb zur Ortsmittegestaltung war ein Backhaus ein Thema. Entscheidend ist für Bürgermeister Reutter der Standort. Einerseits müsse man das Häuschen so stellen, daß durch die Rauchemissionen niemand belästigt wird, andererseits gehöre eine solche Einrichtung ins Zentrum. Via Mitteilungsblatt soll die Meinung der Bevölkerung erfragt werden. Die Diskussion im Gemeinderat ergab Fürsprecher und Skeptiker.
Neben der Standortfrage wollen die Räte vor allem geklärt haben, ob Bedarf besteht und ob das Backhaus in der Bevölkerung akzeptiert werden würde. Während die einen sich ein Backhaus am Parkplatz in der Schulgasse vorstellen können, sind andere wegen der befürchteten Rauchentwicklung und wegen des zunehmenden PKW Verkehrs im Bereich von Schule und Kindergarten dagegen.
Mehrere Räte legten Wert darauf, daß eine Gruppe die Patenschaft über ein Backhaus übernehmen müßte, um für Sauberkeit und Ordnung zu garantieren. Auch wurde darauf hingewiesen, daß das Backhaus eventuell den drei Bäckereien in Hattenhofen Konkurrenz machen könnte.
Andere Räte teilen diese Sorge nicht: das Backhaus werden sicher nicht jeden Tag genutzt werden. Die Anhörung der Bürgerschaft ist zunächst entscheidend, darüber ist sich der Gemeinderat mit dem Bürgermeister einig. Bürgermeister Reutter will daher demnächst eine Umfrage in der Bevölkerung starten.

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Neue Fälle von Feuerbrand

Zum Teil erhebliche Schäden an den Obstbäumen auf unserer Markung hat kürzlich das Landratsamt festgestellt. Darüber informierte Bürgermeister Jochen Reutter das Gremium. Betroffen sind vor allem die Bäume in der Obstanlage sowie entlang der Schlierbacher Straße. Der Bauhof wird an den betroffenen Gemeindebäumen Sofortmaßnahmen durchführen (befallene Äste abschneiden und verbrennen).

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