Bericht von der Gemeinderatssitzung
Blättle 29.9.99

In Sachen Rathaus-Brunnen Strommacht: Auswirkungen für Gemeinden ? Brücke muß saniert werden
Erweiterung der Teichkläranlage: Arbeiten vergeben "Hintere Straße" wird "Webergasse" Sanierung der Zeller Straße im Zeitplan
Bauanträge Nahverkehrsplan will kürzere Busverbindungen Hattenhofen ist eine sportfreundliche Kommune
Energiespargutachten vollständig umgesetzt Ausgaben beim Dorffest Ausfall von Straßenbeleuchtung

In Sachen Rathaus-Brunnen
Für den künftigen Brunnen am Rathausplatz sind die technischen Anschlüsse gelegt worden, beantwortete Bürgermeister Reutter die Frage eines Zuhörers. Über den Brunnen selbst wurde noch gar nichts ent-schieden. Bis Ende des Jahres soll ein Wettbewerb unter Künstlern statt-finden. Der Brunnen wird mit Frischwasser gespeist, das umgewälzt wird.
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Erweiterung der Teichkläranlage: Arbeiten vergeben
Die Tiefbauarbeiten für die neuen Klärteiche wird die Firma Leonhard Weiss zu den gleichen Preisen wie die Sanierung der Zeller Straße ausführen. Die Erdbauarbeiten werden an die Firma Karl Fischer aus Weilheim vergeben, die bereits bei anderen bestehenden Klärteichen mitarbeitete. Die Firma Fischer arbeitet auf Stundenbasis. Die Gesamtkosten der Baumaßnahme belaufen sich auf 750.000,--DM, wobei das Land 36 % der Kosten übernimmt. Die Bauarbeiten müssen nach Vorgaben des Landes spätestens am 01.10.1999 beginnen. Sie sollen innerhalb der Frostphase, also bis zum Frühjahr 2000 abgeschlossen sein. Die Erweiterung der Klärteiche resultiert aus der Abwasserbeseitigungspflicht der Gemeinde und der zunehmenden Bebauung im Oberdorf, speziell im Neubaugebiet. Nach Abschluß der Arbeiten hat die Gemeinde den gesetzlich vorgeschriebenen Ausbaustand im Kläranlagenbereich und bei der Regenwasserbehandlung zu 100% erfüllt. Planung und Bauleitung liegen beim Verbandsbauamt.
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Bauanträge
Grünes Licht gab der Gemeinderat einer Bauvoranfrage zum Bau eines Wohnhauses auf dem Grundstück Sommerweide 13. Aufgrund der durch den Erdwall um das Neubaugebiet Sommergarten entstandenen Topographie befindet sich das Vorhaben noch im Innenbereich. Sein Einvernehmen, dem eine positive Vorprüfung von Verwaltung und Baurechtsbehörde vorausging, verband der Gemeinderat mit dem Grundsatzbeschluß, dass südlich und westlich kein weiteres Haus gebaut werden darf. Die bauliche Entwicklung in der alten Sommerweide ist damit abgeschlossen.

Zur Kenntnis nahm der Gemeinderat folgende Bauvorhaben, die die Verwaltung während der sitzungsfreien Zeit behandelt hatte: Garage mit Nebenraum, Friedhofstraße 20; Wohnhausanbau, Zeller Straße 32; Ausbau Dachgeschoß, Staufenweg 3; Garage, Albershauser Straße 10; Obst- und Gemüselager, Schützenstraße 48; Abbruch und Neubau Garage, Frühlingstr. 10; Holz- und Geräteschuppen, Oberholzweg 8.
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Energiespargutachten vollständig umgesetzt
Vollständig umgesetzt hat die Gemeinde ihr Energiespargutachten für den öffentlichen Bereich. Insgesamt wurden für die Maßnahmen zum Klimaschutz ca. 145.000,--DM investiert. Spürbare Auswirkungen sowohl im finanziellen Bereich (Kosteneinsparung) als auch bei der Verminde-rung des Kohlendioxidausstosses erwartet sich die Verwaltung etwa ab dem Jahr 2000. 1994 hat die Gemeinde das Ingenieurbüro Schuler beauftragt, alle öffentlichen Einrichtungen auf Energiesparmöglichkeiten zu untersuchen. Neben den gemeindlichen Gebäuden wurde die Straßenbeleuchtung untersucht.
Das Gutachten schlug folgende Maßnahmen vor:

1. Umrüstung der Straßenbeleuchtung auf energiesparende und um-weltfreundliche Natriumdampfleuchten. Hier sieht das Gutachten das größte Einsparungspotential. Die Straßenbeleuchtungs stellte 1994 mit einem Anteil von 70% am Stromverbrauch und 56% der Stromko-sten die stärkste Verbrauchergruppe der öffentlichen Einrichtungen dar. Durch den Austausch von 90 Quecksilberleuchten an den Haupt-verkehrsstraßen errechnet das Gutachten eine Ersparnis von einem Drittel der Stromkosten, also 10.000,--DM im Jahr. Die Kostenschät-zung bildet sich auf 80.000,--DM brutto. Für 51.000,--DM brutto hat die Firma Elektro Hausch, Zell u.A. in drei Abschnitten (1997, 1998, 1999) die Leuchten ausgetauscht.
2. Die Erweiterung der Halbnachtschaltung bei der Straßenbeleuchtung wurde im Frühjahr 1998 abgeschlossen.
3. In den letzten fünf Jahren wurden sämtliche Glühlampen in der Sillerhalle bei Defekt vom Hausmeister gegen Kompaktleucht-stofflampen ausgetauscht.
4. Ein Blockheizkraftwerk Ortsmitte für Schule, Sillerhalle, Kindergarten und Wohn-und Geschäftshaus konnte nicht realisiert werden, da die Eigentümer des Wohn- und Geschäftshauses autark bleiben wollten und weiterhin auf Ölheizung setzten. Alternativ schlug das Gutachten einen Wärmeverbund zwischen der überdimensionierten Gasheizung in der Schule und der Sillerhalle vor. Das Ingenieurbüro Schrode hatte diesen Vorschlag detailliert überprüft und in technisch wie finanzieller Hinsicht bestätigt. Bei 120.000,-- brutto geschätzte Kosten entschied sich die Gemeinde für den Wärmeverbund anstelle einer etwa gleich teuren Gaseinzelheizung für die Sillerhalle. Die Firma Kölle aus Aichelberg hat für 88.000,--DM brutto den Wärmeverbund in den Sommerferien hergestellt. Mit Planungskosten beläuft sich das Vorhaben auf ca. 95.000,--DM, wobei der Anteil der Ev.Kirchengemeinde ca. 11.000,--DM beträgt. Die alte Stromheizung in der Sillerhalle ist abgebaut. Platz für ein optionales Blockheizkraftwerk ist vorhanden.
Als positiv bewertete die Verwaltung zudem, dass die Maßnahmen (Umrüstung Straßenbeleuchtung, Wärmeverbund Sillerhalle) von Handwerksbetrieben aus Nachbargemeinden, also aus der Region verrichtet werden konnten.
Das Klimabündnis will die Energiespargutachten und deren Umsetzung in Hattenhofen auf der Klimaschutzkonferenz in Potsdam im Oktober ausstellen.
   

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Strommacht: Auswirkungen für Gemeinden ?
Wie verhält sich die Gemeinde angesichts der Liberalisierung auf dem Strommarkt, fragte ein Gemeinderat Bürgermeister Jochen Reutter im Rahmen der Energiediskussion. Der Bau von Blockheizkraftwerken sei mittlerweile unwirtschaftlich geworden. Außerdem, so der Gemeinderat, befürchte er ähnliche Tendenz im Bereich der Wasserversorgung. Die von der Gemeinde getroffenen oder erledigten Maßnahmen zum Energiesparen sind in Ordnung und werden von den Änderungen auf dem Tarifmarkt nicht beeinträchtigt, so Bürgermeister Reutter. Allerdings sei die Liberalisierung auf dem Strommarkt mittlerweile extrem. Über die Überlegungen des Neckar-Elektrizitäts-Verband (NEV), der die Kommunen bei vertritt, will der Bürgermeister den Gemeinderat demnächst unterrichten. Der Vorsitzende geht davon aus, dass die Gemeinden von der Tarifentwicklung profitieren werden. Die Beurteilung der weiteren Entwicklungen bei den Neckarwerken Stuttgart sei beim derzeitigen Diskussionsstand allerdings "Kaffeesatzleserei". Durch die Dumpingpreise auf dem Strommarkt droht die unbefriedigende Situation, dass der Einsatz regenerativer Energien aus wirtschaftlichen Gründen ins Hintertreffen geraten könnte. Noch völlig offen sei die Entwicklung bei der Wasserversorgung. Möglicherweise stehe da auch eine Liberalisierung ins Haus, allerdings weise diese große technische Probleme auf. Zum Seitenanfang

"Hintere Straße" wird "Webergasse"
Von den beiden Straßenzügen namens Hintere Straße wird der nördlich gelegene in Webergasse umbenannt (siehe öffentliche Widmung in dieser Ausgabe). Dies hat der Gemeinderat nach Anregung der Anlieger beschlossen. Das Rathaus und die Mehrzahl der Anlieger finden es unpraktisch und verwirrend, dass es zwei Straßenzüge mit dem gleichen Namen gibt. Die Verwaltung hält eine Namensänderung für angemessen. Im Rathaus tendierte man dazu, die hintere Hintere Straße der Schützenstraße zuzuschreiben. Da die Mehrheit der dortigen Anlieger die Webergasse vorzieht, berücksichtigten Gemeinderat und Verwaltung das Votum der Bürger und stimmten der Namensänderung in Webergasse zu.
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Nahverkehrsplan will kürzere Busverbindungen
Zur Kenntnis nahm der Gemeinderat den neuen Nahverkehrsplan des Landkreises Göppingen. Der Landkreis ist zuständig für den öffentlichen Personennahverkehr. Unter Mitarbeit der Städte und Gemeinden bewerten die Gutachter das gegenwärtige Angebot im Landkreis grundsätzlich als positiv. Dennoch wurden zahlreiche Verbesserungen im Detail vorgeschlagen. Auf der Strecke Göppingen-Hattenhofen sollen die Schleifenfahrten über Jebenhausen und zur Klinik am Eichert entfallen und durch eigene Linien ersetzt werden. Umgesetzt wurde mittlerweile die Einrichtung eines Rufbusses über Schlierbach nach Kirchheim. Damit wurde ein zusätzliches Fahrgastpotential erschlossen.
In weiteren Gesprächen mit den Busunternehmen soll geprüft werden, welche Vorschläge sich umsetzen lassen. Da die Busunternehmen Wirtschaftsbetriebe sind und ohne Zuschüssen fahren, sind Verbesserungen im ÖPNV möglicherweise nur mit staatlicher oder kommunaler finanzieller Unterstützung möglich, betonte Bürgermeister Reutter. Bei einer ausschließlich direkten Verbindung zwischen Göppingen und Hattenhofen müßten Fahrgäste in Richtung Klinik umsteigen, bestätigte der Vorsitzende eine Anfrage aus dem Gemeinderat. Aufgrund der Möglichkeit, Verbundfahrkarten zu kaufen, sahen andere Gemeinderäte darin kein Problem.
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Ausgaben beim Dorffest
Für das diesjährige Dorffest hat die Gemeinde 2.600,--DM ausgegeben und lag damit deutlich unter dem Haushaltsplanansatz von 5.000,--DM. Wasser und Stromkosten sowie Personalkosten sind in diesem Betrag nicht enthalten.

Erlös des Straßenfestes für Dorfbrunnen
Gut 6.000,--DM Reingewinn brachte das Straßenfest. Das Geld wird für den Bau des geplanten Rathausbrunnens verwendet.

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Brücke muß saniert werden
Die Brücke über den Butzbach an der Markungsgrenze Uhingen-Hattenhofen im Bereich des neuen Abwasserkanals muß saniert werden. Als Sofortmaßnahme wurde sie für Fahrzeuge über 3,5 Tonnen gesperrt. Die Sanierungskosten, die noch nicht feststehen, werden sich Uhingen und Hattenhofen je zur Hälfte teilen. Darüber informierte Bürgermeister Reutter den Gemeinderat.
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Sanierung der Zeller Straße im Zeitplan
Der neue Abwasserkanal sowie die neue Wasserleitung einschließlich Hausanschlüssen in der Zeller Straße sind eingebaut. In diesen Tagen wird die Gasversorgung Filstal ihre neuen Leitungen legen. Anschließend werden die Randsteine gesetzt und der neue Belag aufgebracht. Saniert wird auch der Gehweg. Auf dem alten Gehweg wird der Belag abgefräst und eine neue Decke aufgebracht. Der Gehweg auf der rechten Seite Richtung Zell wird verlängert bis auf Höhe Gallusgelände.
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Hattenhofen ist eine sportfreundliche Kommune
Bei der Aktion des Sportkreises zur Sportförderung belegte Hattenhofen in der Klasse bis 5.000 Einwohner zusammen mit Wäschenbeuren den 3. Platz unter 13 Teilnehmern7. Die Plätze 1 und 2 belegten Bad Ditzen-bach und Schlierbach. Darüber berichtete Gemeinderat Günther Berroth, der als 2.Stellvertretender Bürgermeister an der Preisverleihung teilge-nommen hatte. Ausgangspunkt der Aktion war die Kürzung der Landes-mittel. Die Sportförderung hat sich pro Mitglied seit 1987 halbiert. Wichti-ger Partner des Sports bleiben daher die Kommunen. An alle 38 Kom-munen im Kreis wurde ein Fragebogen zur Situation der Sportförderung verschickt.

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Ungezieferplage auf Grundstück in der Hauptstraße
Gegen die unästhetische "Ruinenlandschaft" auf dem Grundstück Hauptstraße 74 kann die Gemeinde nicht vorgehen, erläuterte Amtsrat Norbert Baar auf Anfrage aus dem Gemeinderat. Nachdem aber dort eine zunehmende Ungezieferplage (Mäuse und evtl. Ratten) festgestellt worden sei, seien öffentliche Interessen tangiert. Die Gemeinde wird gegen die Grundstückseigentümer entsprechend vorgehen.
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Ausfall von Straßenbeleuchtung
Bei ausgefallenen Straßenleuchten ist das Rathaus auf die Mithilfe aus der Bürgerschaft angewiesen, erläuterte Bürgermeister Reutter auf Anfrage aus dem Gemeinderat. Eingehende Mitteilungen über defekte Straßenlampen würden sofort an den Elektriker weitergeleitet und von diesem in der Regel binnen weniger Tage erledigt.
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