Bericht von der Gemeinderatssitzung
am 18.1.2000

 
Bürger dankt dem Gemeinderat Wirtschaftspläne für Eigenbetriebe eingebracht Keine Halbierung
Gemeinderat Rainer Brunnenkant verabschiedet Teure Butzbachsanierung "Lothar" schlug zu
Joachim Rau im Gemeinderat Neuer Weg im Storren? Sturmschäden im Streuobst ausgleichen
Gremien neu besetzt Lokale Agenda: Räte wollen mehr Information Mittellinie bei Straßenverschwenkung
Ernst Frech ist zweiter Stellvertretender Bürgermeister Verkehrsberuhigter Bereich beim Rathaus Verbandsvorsitzender soll in Gemeinderat
Bauanträge Planungen der Nachbargemeinde Straßenschäden schon gemeldet
Haushaltsplan 2000 eingebracht Solaranlagen: Gemeinde setzt Förderung fort
Der Etat 2000 in Zahlen Fahrzeugbestand in der Gemeinde
Bürger dankt dem Gemeinderat
Einen angenehmen Auftakt hatte die jüngste Gemeinderatssitzung: Altgemeinderat Ferdinand Pawel nutzte die Bürgerfragestunde, um Gemeinderat, Bürgermeister und Verwaltung für die im vergangenen Jahr geleistete Arbeit zu danken. Als ehemaliger Gemeinderat wisse er um die Verantwortung, die auf den Schultern dieser Personen laste. Verbunden mit den besten Wünschen hoffe er auf gleichbleibende Harmonie im Gremium.

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Gemeinderat Rainer Brunnenkant verabschiedet
Aus familiären Gründen verlegt Rainer Brunnenkant seinen Hauptwohnsitz in eine Nachbargemeinde. Damit verliert er seine Wählbarkeit nach der Gemeindeordnung und muß aus dem Gemeinderat ausscheiden. Bürgermeister Jochen Reutter würdigte die Arbeit des scheidenden Mitglieds, das über fünf Jahre im Gemeinderat tätig war. Brunnenkant arbeitete zudem im Kindergartenausschuss, im Gutachterausschuss sowie als Aufsichtsrat in der Kommunalen Wohnbau GmbH. Der Schultes würdigte das große Engagement und die Eigeninitiative von Rainer Brunnenkant. Dieser hatte sich vor allem in Fragen des Kindergartens mit Ideen und Konzepten eingebracht. Sein gutes Wahlergebnis bei der letzten Kommunalwahl, so Jochen Reutter, sei die Anerkennung der Wähler für seine offene Art und gute Arbeit gewesen. Mit einem Tonkrug und einer "Füllung für einen Abend" verabschiedete der Bürgermeister den scheidenden Gemeinderat unter dem Beifall der Kolleginnen und Kollegen. Er habe sich im Gemeinderat "sauwohl gefühlt", so Rainer Brunnenkant und sei als Badener unter Schwaben gut aufgenommen worden. Dem Gremium wünschte er für seine weitere Arbeit das nötige Fingerspitzengefühl.
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Joachim Rau im Gemeinderat
Einstimmig hat der Gemeinderat Joachim Rau als Ersatzmann und Nachrücker für Rainer Brunnenkant im Gemeinderat bestätigt. Hinderungsgründe nach der Gemeindeordnung liegen nicht vor. Bürgermeister Jochen Reutter verpflichtete den neuen Gemeinderat per Gelöbnisformel und Handschlag auf die gewissenhafte Erfüllung seiner Amtspflichten.
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Gremien neu besetzt
Joachim Rau ersetzt seinen Vorgänger Rainer Brunnenkant in allen vakanten Stellen, ausgenommen als Stellvertreter des Bürgermeisters. Einstimmig hat ihn der Gemeinderat in folgende Gremien gewählt: Aufsichtsrat der Kommunalen Wohnbau GmbH, Protokollunterzeichnung (Stellvertretung), Kindergartenausschuss und Umlegungsausschuss Bruckwiesen/Steigle (Stellvertretung).
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Ernst Frech ist zweiter Stellvertretender Bürgermeister
Neuer zweiter Stellvertretender Bürgermeister ist Gemeinderat Ernst Frech. Er wurde dazu vom Gemeinderat in offener Wahl einstimmig gewählt. Frech selbst enthielt sich der Stimme. Er bedankte sich nach seiner Wahl für das Vertrauen des Gremiums und versprach, sein ganzes Wissen und seine Kraft für dieses neue Amt einzusetzen.
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Bauanträge
Zur Kenntnis nahm der Gemeinderat den Anbau eines Lagerraums in der Friedhofstraße 32. Der Anbau eines Wintergartens in der Friedhofstraße 11 erhielt das gemeindlichen Einvernehmen. Die Bauvoranfrage in der Schützenstraße zum Bau eines Wohnhauses wurde von den Bauherren bis auf weiteres zurückgenommen. Sie folgten damit einer Empfehlung der Verwaltung. Sobald Klarheit herrscht, ob die Gemeinde in dem Bereich einen Bebauungsplan aufstellen wird, soll der Bauantrag wieder gestellt werden. Dies bestätigte Hauptamtsleiter Norbert Baar auf Nachfrage aus dem Gremium.
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Haushaltsplan 2000 eingebracht
Konsolidierung der Finanzen und Weiterentwicklung der Gemeinde stehen im Vordergrund

Noch kein Licht, aber Dämmerung am Horizont sah Bürgermeister Jochen Reutter bei der Vorstellung des Haushaltsplans 2000. Der Etatentwurf sieht eine Zuführungsrate von 600.000,--DM vor, dies ist eine Steigerung gegenüber dem letzten Haushaltsplan um 200.000,--DM. Bei den laufenden Ausgaben im Verwaltungshaushalt gibt es nur geringe Erhöhungen, betonte der Bürgermeister. Die Personalkosten, die fast 2 Mio.DM ausmachen, konnten gehalten werden. Einschließlich der Bediensteten im Mutterschutz beschäftigt die Gemeinde über 35 Personen, informierte Reutter, und stelle somit einen gewichtigen Arbeitgeberfaktor in der Gemeinde dar. Neben den weiterhin nötigen Anstrengungen zur Konsolidierung der Finanzen investiere der neue Etat hauptsächlich in die Qualität der Gemeinde. Zum einen leiste man erhebliches für die Infrastruktur durch die Sanierung von Hochbauten, zum anderen finanziere man über das Landesprogramm "Einfache Stadterneuerung" in die Weiterentwicklung der Ortsmitte. Finanzfachmann Michael Deiß vom Gemeindeverwaltungsverband stellte dem Gremium das Zahlenwerk Seite für Seite vor. Die kritischen Fragen der Gemeinderäte zu einzelnen Positionen konnte die Verwaltung in jedem Punkt beantworten. Zufrieden zeigten sich die Räte über die erhöhte Zuführungsrate und dass keine Gebührenerhöhungen vorgesehen sind. Den großen Abmangel im Bereich des Friedhofs müsse man tragen, so der Tenor, in den nächsten Jahren könne man dort dem Bürger keine weiteren Gebührenerhöhungen zumuten. Ein Gemeinderat stellte den Antrag, die eingestellten Mittel von 10.000,--DM zur Sanierung von Feldwegen zu erhöhen, auf den 15 Jahre alten Wegen habe man mittlerweile massive Schäden. Bürgermeister Jochen Reutter sagte zu, wie vor zwei Jahren mit Landwirten eine Kontrollfahrt über die Feldwege zu machen und die Prioritätenliste zu aktualisieren. Drei Anträge eines Gemeinderats, mit denen der Sprecher seine Kolleginnen und Kollegen zunächst nur sensibilisieren wollte, lösten weitere Diskussionen aus. (siehe hierzu untenstehende Artikel). Der Gemeinderat nahm den Haushaltsplanentwurf zur Kenntnis. Die endgültige Fassung soll in der nächsten Gemeinderatssitzung verabschiedet werden.
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Der Etat 2000 in Zahlen
Gesamtvolumen 8,911 Mio.DM
Verwaltungshaushalt 7,197 Mio.DM
Vermögenshaushalt 1,714 Mio.DM
Steuersätze (unverändert)
Grundsteuer A 300 v.H
Grundsteuer B 280 v.H.
Gewerbesteuer 330 v.H.
Der größte Einnahmeposten im Verwaltungshaushalt sind Steuern und Schlüsselzuweisungen 4,915 Mio.DM
(68% der Einnahmen)
Kreditaufnahme Keine
Zuführungsrate vom Verwaltungshaushalt zum Vermögenshaushalt 600.000 DM
Allgemeine Rücklage 274.000 DM
(120.000,00 DM über dem gesetzlich vorgeschriebenen Mindestbestand)
Verschuldung auf 31.12.1999 3,934 Mio.DM
Pro-Kopf-Verschuldung 1.300,00 DM
Wichtige Maßnahmen im Vermögenshaushalt
Sanierung Kindergarten 60.000 DM
Sanierung Sillerhalle 170.000 DM
Sanierung Butzbach 100.000 DM
Sanierung Ortsmitte 1 Mio.DM
Endausbau Schützenstraße 150.000 DM
Wichtige Einnahmen:
Zuschuss PES-Programm 600.000 DM
Grundstücksverkäufe (Prognose) 500.000 DM
Zuführung vom Verwaltungshaushalt 600.000 DM

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Wirtschaftspläne für Eigenbetriebe eingebracht
Die Wirtschaftspläne für die Eigenbetriebe Abwasserbeseitigung und Wasserversorgung nahm der Gemeinderat zur Kenntnis. Ausgiebig diskutiert wurde die Aussage der Verwaltung, dass mit einem erneut leicht steigendem Abwasserpreis gerechnet werden müsse. Ein Gemeinderat hatte sich erhofft, wegen der Gewinne bei der Abwasserbeseitigung eventuell sogar die Gebühren senken zu können. Bürgermeister Reutter hatte zuvor erklärt, dass in nächster Zeit keine finanziellen Kraftakte mehr geleistet werden sollten und auch keine Kreditaufnahmen vorgesehen seien. Nicht abzuschätzen ist derzeit, wie teuer die Kanalsanierung im Bereich der Eigenkontrollverordnung kommt. Die in den nächsten Jahren vorgesehenen Erhöhungen werden notwendig, erläuterte Finanzsachbearbeiter Michael Deiß, um die Verluste aus Vorjahren abzutragen, sie erfolgten aber nur in kleinen Sprüngen. Man werde die nächsten beiden Jahre zunächst abwarten. Eine Preisspirale sahen mehrere Gemeinderäte auf die Bürger zukommen: wegen der höheren Abwassergebühren werde noch mehr Wasser gespart werden. Da die Fixkosten bleiben, müsse die Gemeinde diese auf die weniger verkauften Kubikmeter Wasser umlegen, und damit gehe der Wasserpreis erst recht hoch. Ein Mißverhältnis bei der Finanzierung der Klärteicherweiterung sah ein Gemeinderat. Er bemängelte, dass die Kosten für die Klärteicherweiterung nicht den Anliegern im Neubaugebiet Sommerweide vollständig auferlegt worden seien. Jeder Bauplatzkäufer hat seinen Erschließungsbeitrag sowie die Beiträge für Abwasser und Wasser beim Bauplatzkauf leisten müssen, erläuterte Bürgermeister Reutter. Die Restfinanzierung der Klärteiche sei ein Solidarbeitrag aller Bürger wie auch zum Beispiel der Sanierung der Kanäle in der Zeller Straße. Letztlich profitierten alle von einer funktionierenden Abwasserbeseitigung. Vor der Auslagerung der beiden Eigenbetriebe Wasser und Abwasser seien die Ausgaben in den Bereichen durch den allgemeinen Haushalt subventioniert worden. Nun würden sie voll über die Wasser- und Abwassergebühren finanziert. Im Kernhaushalt erhalte man somit größeren Spielraum. Allerdings, räumte der Bürgermeister ein, müsse man bei einem eventuellen neuen Baugebiet unter Umständen eine andere Verteilung vornehmen. Die genaue Zuordnung und Verrechnung der Personalkosten bei Bauhof und Wassermeister auf die Eigenbetriebe bezweifelte ein Gemeinderat. Dem ist nicht so, widerlegten die Vertreter der Verwaltung. Jede Stunde, die der Bauhof und Wassermeister tätig werden, werde aufgeschrieben und den entsprechenden Stellen zugeordnet.
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Teure Butzbachsanierung:
Gemeinde soll Rechtsbeistand nehmen

Die Gemeinde muß sich einen fähigen Rechtsanwalt nehmen und zur Not auch gegen ihre vorgesetzten Behörden klagen, wenn es um die Sanierung des Butzbaches geht, meinte ein Gemeinderat. Die für dieses Jahr vorgesehenen Mittel von 100.000 DM seien zu wenig. Die Sanierungskosten würden viel höher liegen. Gegen den damaligen allgemeinen Kanalisationsplan (AKP) hätten viele Bürger Einspruch erhoben und seien nach entsprechendem Vorverfahren vor Gericht gezogen, berichtete der Sprecher. Dort sei man nicht in der Sache, sondern wegen eines Formfehlers gescheitert. Die Gemeinde könne nicht hinnehmen, dass Fehler, die "von oben herunter" gegen den Willen der Bürger verordnet worden seien, nun von der Gemeinde bezahlt werden müssten. Bürgermeister Reutter sicherte zu, die die Gemeinde werde sich, unter Umständen zusammen mit dem ebenfalls betroffenen Landkreis, einen sehr kompetenten Anwalt nehmen.
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Neuer Weg im Storren?
Finanzielle Mittel für eine neue Anbindung des Neubaugebiets parallel zur Hauptstraße vermisste der gleiche Sprecher im Haushaltsplan. Trotz der sehr komplizierten Eigentumsverhältnisse im Bereich Storren müsse man zumindest planerisch an eine Wegeführung parallel zur Hauptstraße herangehen. Der Gemeinderat verzichtete jedoch darauf, über diesen Antrag abstimmen zu lassen, sondern wollte ihn als Anregung an die Verwaltung verstanden wissen. Zum Seitenanfang

Lokale Agenda: Räte wollen mehr Information
Bürgermeister wartet Konzepte ab

Zum geeigneten Zeitpunkt will Bürgermeister Jochen Reutter die Arbeitskreise der Lokalen Agenda und den Gemeinderat zusammenbringen, um über Projekte und den Stand der derzeitigen Arbeit zu sprechen. Dies ist das Ergebnis einer längeren Diskussion über die Lokale Agenda, die ein Gemeinderat im Rahmen der Haushaltsberatung losgetreten hatte. Der Gemeinderat hatte das "tolle Engagement" der Arbeitsgruppen gelobt, bemängelte aber, dass im Haushaltsplan nur 2.000 DM zur Unterstützung deren Arbeit eingestellt sind. Er habe den Eindruck, so der Sprecher, dass bei den Arbeitsgruppen zu viel Euphorie im Spiel sei und zu wenig unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten geplant werde. Deswegen müsse die Gemeinde gute Berater zur Verfügung stellen und diese auch bezahlen. Der Gemeinderat müsse rechtzeitig eingreifen, sonst stehe man unter Umständen am Schluss vor einem "Scherbenhaufen". Bevor der Beitrag erhöht wird, seien mehr Informationen über die Arbeit der Gruppen nötig, monierten dagegen andere Gemeinderäte. Die Strategie der Arbeitsgruppen sei ineffektiv und die Ökonomie bleibe auf der Strecke, kritisierte ein Gemeinderat. Offensichtlich müsse man bei bestimmten Themen um die Gunst der Bürger buhlen. Wichtiger sei es, die bestehenden Geschäfte zu fördern. Ein Gemeinderat forderte ein regelmäßiges Forum mit Agenda-Gruppen und Gemeinderat, von den Gruppen werde zu wenig Öffentlichkeitsarbeit betrieben. Diesen Vorwurf lies eine Gemeinderätin, die auch in der Agenda-Arbeit aktiv ist, so nicht stehen. Ständig werde im Mitteilungsblatt berichtet und zu den Treffs der Arbeitsgruppen eingeladen. Weder diese Gelegenheit noch das Angebot, jeden Dienstag in die Sprechstelle der Arbeitsgruppen im Rathaus zu kommen, sei von anderen Gemeinderäten wahrgenommen worden. Erst müssten die Arbeitskreise Konzepte erarbeiten und vorweisen können, bevor man in den Gemeinderat gehe. Dies sah ein Kollege im Gremium ebenso, es gebe genug Möglichkeiten für Gemeinderäte und Bürger, sich über die Arbeit der Lokalen-Agenda-Gruppen zu informieren. Eine Verzahnung der Lokalen Agenda mit dem Gemeinderat war stets vorgesehen, so Bürgermeister Reutter. Man müsse aber abwarten, was die Arbeitskreise an Konzepten vorlegen. Jetzt schon lasse die Verwaltung den Gruppen auf Wunsch Beratung zukommen. Derzeit habe man viel Engagement und auch Hoffnungen bei den Teilnehmern der Arbeitsgruppen. Genau dies sei der Gedanke der Lokalen Agenda. Man müsse die Leute von der "Graswurzel" her gewinnen und motivieren. Es könne nicht nur um Themen wie Solarförderung gehen. Wichtig sei, dass sich die Leute mit ihrem Dorf befassten.
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Verkehrsberuhigter Bereich beim Rathaus
Die Einfahrt ins Höfle bzw. der Rathausplatz werden als verkehrsberuhigter Bereich ausgewiesen. Dies hat der Gemeinderat bei drei Gegenstimmen beschlossen. Um den größeren Aufenthalts- bzw. Gehwegbereich am Rathaus vor Falschparkern zu schützen und den Fußgängern zu widmen, hatte die Verwaltung mehrere Maßnahmen vorgeschlagen. Eine Ausweisung als verkehrsberuhigter Bereich würde bedeuten, dass Kraftfahrzeuge und Fußgänger dort gleichberechtigt sind, die Fahrzeuge Schrittgeschwindigkeit einhalten müssen und nur auf gekennzeichneten Parkflächen geparkt werden darf. Die Genehmigungsbehörden sind damit einverstanden. Die erforderliche Beschilderung beschränkte sich auf wenige Schilder. Ausgewiesene Parkflächen sind nur hinter dem Rathaus, so dass dann , ausser zum Be- und Entladen, auf dem Rathausplatz nicht mehr geparkt werden könnte. Zusammen mit dem geplanten Rathausbrunnen sowie zwei Verkehrszeichen ober- und unterhalb des Zebrastreifens verspricht sich die Verwaltung genügend "Möblierung", um den Rathausplatz auch optisch für Parkplatzsuchende als ungeeignet erscheinen zu lassen. Zudem könnten Feldschütz und Verwaltung Falschparker informieren bzw. verwarnen und anzeigen. Das Problem der Beparkung des Rathausplatzes besteht vor allem abends. Die Gegner der vorgeschlagenen Maßnahmen bemängelten, dass am Rathaus zu wenig Parkfläche vorhanden sei. Bei Veranstaltungen oder auch für Besucher der benachbarten Gaststätte solle man Parkflächen vorhalten. Ein Gemeinderat befürchtete einen Schilderwald und schlug vor, nur ein Hinweisschild aufzustellen. Moralische Appelle nützten nichts, meinte dagegen Hauptamtsleiter Norbert Baar, zudem habe so ein Schild keine Rechtskraft. Außerdem seien nicht mehr als zwei bis drei Schilder im gesamten Bereich erforderlich. Dass dieses Problem überhaupt geregelt werden muss, ergänzte Bürgermeister Reutter, liege an unserer Gesellschaft. Die Autofahrer zeigten leider immer wieder zu wenig Vernunft, Sorgfalt und Rücksichtnahme, so dass man aufs neue regelnd eingreifen müsse. Das Parken ab 21.00 Uhr zuzulassen, befürwortete eine Gemeinderätin. Bürgermeister Reutter sieht hier jedoch ein Konfliktpotential mit dem Ruhebedürfnis der Anwohner. Den Anfängen zu wehren, riet auch ein anderer Gemeinderat. Zusätzlich zur offiziellen Beschilderung solle man in allen Betriebe und Gaststätten im Ort Hinweise anbringen, dass auf dem Rathausplatz nicht geparkt werden soll. Bürgermeister Reutter will mit den Betrieben in diesem Sinne Kontakt aufnehmen. Als weitere Maßnahme beantragte ein Gemeinderat, auf die Hauptstraße das Zeichen für Tempo 30 aufzubringen. Diesen Gedanken, den die Verwaltung schon lange hegt, will der Bürgermeister in einer Verkehrsschau prüfen lassen (es handelt sich um eine Kreisstraße, auf der die Gemeinde nicht von sich aus Markierungen aufbringen kann).
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Planungen der Nachbargemeinde
Zur Kenntnis nahm der Gemeinderat den Entwurf zur Fortschreibung des Flächennutzungsplans der Verwaltungsgemeinschaft Ebersbach - Schlierbach. Bauleitpläne benachbarter Gemeinden sind aufeinander abzustimmen. Deswegen wird Hattenhofen als Nachbargemeinde Schlierbachs angehört. Bis zum Jahr 2010 will die Nachbargemeinde etwa 5,5 ha Wohnfläche und weitere 2,7 ha Gewerbefläche ausweisen. Ausser der damit verbundenen Zunahme des Individualverkehrs auch durch Hattenhofen, die ein Gemeinderat feststellte, sah das Gremium Belange der Gemeinde Hattenhofen durch diese Planung nicht berührt.
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Solaranlagen: Gemeinde setzt Förderung fort
Das gemeindliche Förderprogramm für thermische Solaranlagen wird verlängert bis 31.12.2001. Dies hat der Gemeinderat einstimmig beschlossen. Bislang wurden sieben Projekte mit insgesamt 6.552,--DM unterstützt, erläuterte Amtsrat Norbert Baar. Weitere vier Anlagen sind genehmigt. Im Hinblick auf den überwiegend durch menschliches Verhalten verursachten Klimawandel wolle die Verwaltung weiterhin Vorbild und Motor sein, warb die Verwaltung um eine Fortsetzung des Förderprogramms um ein Jahr. Aus der Mitte des Gremiums kam der Vorschlag, gleich um zwei Jahre zu verlängern, was die einhellige Zustimmung aller Gemeinderäte fand.

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Fahrzeugbestand in der Gemeinde
Abzüglich der stillgelegten Fahrzeuge gibt es in Hattenhofen 2.306 Fahrzeuge. Dies teilt das Landratsamt mit. Somit kommen auf jeden Einwohner 0,77 Kfz.
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Keine Halbierung
Bei den Baugenehmigungsgebühren für den neuen Kindergarten gibt es keinen Nachlass für die Gemeinde. Dies teilte das Landratsamt auf Nachfrage der Verwaltung mit. Im Zusammenhang mit den Baugenehmigungsgebühren für den Kindergarten hatte ein Gemeinderat gebeten zu prüfen, ob, wie im privaten Bereich, bei öffentlich geförderten Maßnahmen die Gebühren halbiert werden können.
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"Lothar" schlug zu
Der Gemeindewald wurde durch den Orkan "Lothar" beschädigt. Ebenso mußten leider auch einige Privatwald-Besitzer erhebliche Schäden hinnehmen. Für diese hofft die Verwaltung auf Unterstützung insbesondere durch Bund und Land. Darüber informierte Bürgermeister Reutter. Mit dem Forstamt wird die Aufforstung des Gemeindewalds für das nächste Jahr geplant.
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Sturmschäden im Streuobst ausgleichen
Auch im Streuobstbereich gab es massiven Einschlag durch den Orkan. Im Frühjahr und im Herbst will die Gemeinde auf Anregung und unter Zusammenarbeit mit dem örtlichen NABU Pflanzaktionen starten. Bürgermeister Reutter appelliert an alle Grundstückseigentümer, die Motorsäge nicht zum Einsatz zu bringen.

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Mittellinie bei Straßenverschwenkung
Die Verschwenkung an der Ortsausfahrt Richtung Albershausen (beim Neubaugebiet) erhält eine nicht durchgezogene Mittellinie. Mehrere Bürger Hattenhofens hatten dies beantragt und bekamen von der Verkehrsschau des Landkreises recht. Die meisten Autofahrer suchen bei der Ausfahrt die "Ideallinie" und halten sich nicht an das Rechtsfahrgebot der Straßenverkehrsordnung. Seit 1994 gab es zwei Unfälle.
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Verbandsvorsitzender soll in Gemeinderat
Der Boller Bürgermeister und Vorsitzende des Gemeindeverwaltungsverbandes Raum Bad Boll soll im Gemeinderat über Reformbedarf diskutieren. Dies forderte ein Gemeinderat, der in der letzten Verbandsversammlung mehrere Änderungen auf Verbandsebene angemahnt hatte. Man müsse sich im Gremium grundsätzlich Gedanken über die Arbeit des Verbandes machen und diesen aus seinem "Dornröschenschlaf" wecken. Bürgermeister Reutter will Hans-Rudi Bührle in eine der nächsten Sitzungen einladen.
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Straßenschäden schon gemeldet
Auf einen 10 cm tiefen Riss an der Anschluss-Stelle Zeller Straße / Einfahrt Bruckwiesenstraße machte ein Gemeinderat die Verwaltung aufmerksam. Dem Straßenbauamt wurde diese gefährliche Stelle bereits schriftlich gemeldet, konnte Bürgermeister Reutter teilweise Vollzug melden.
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