Bericht von der Gemeinderatssitzung
am 21.6.2000

Kurz berichtet Wolfgang Liebrich im Vorstand
Verlässliche Grundschule wird eingeführt Bebauungsplan Sparwieser Straße gelobt
Bauanträge Sauerwasser in Ordnung

Kurz berichtet
Kanalsanierung: Für 108.000,--DM erhält die Firma Rossaro aus Aalen den Auftrag, das Kanalnetz in der Ortsmitte zu sanieren. Dies ist das Ergebnis der Ausschreibung unter acht Fachfirmen. Um den Landeszuschuss von knapp 40 % der Kosten nicht zu gefährden, muss die Baumaßnahme vor dem 15. Juli begonnen werden. Ein Aufreissen der Straße ist dabei nicht notwendig.

Jugendhaus: Mit einem paritätisch besetzten Ausschuss des Jugendhauses, der durch Erwachsene ehrenamtlich begleitet wird, soll die jüngst etwas ins Schlingern geratene Arbeit wieder auf Kurs gebracht werden, berichtete Bürgermeister Jochen Reutter. Anders als Nachbargemeinden, in denen zunehmend professionelle Betreuer eingesetzt werden, setzt der Schultes weiterhin auf das Ehrenamt. Der Bürgermeister hatte in einer Sitzung mit den betroffenen Jugendlichen und Eltern eine Konsenslösung erzielen können.

Kein Grillplatz: Auf den gemeindlichen Spielplätzen und Grünanlagen ist Grillen verboten, bestätigte Bürgermeister Reutter auf Anfrage aus dem Gremium. Bürger hatten mitgeteilt, dass auf dem Spielplatz beim Schützenhaus gegrillt werde, vermutlich von Auswärtigen. Der Feldschütz soll nach dem Rechten sehen.

Verkehrsspiegel: Bei der Ausfahrt Dorfwiesen in die Zeller Straße wird die Verwaltung einen zweiten Verkehrsspiegel anbringen, bestätigte Bürgermeister Reutter auf Anfrage. Sowohl Landwirte als auch PKW-Fahrer benötigen wegen der unterschiedlichen Fahrzeughöhe ihren eigenen Spiegel.
Zum Seitenanfang

Verlässliche Grundschule wird eingeführt
Einstimmig hat der Gemeinderat die probeweise Einführung der verlässlichen Grundschule beschlossen und folgt damit der Empfehlung des Schulbeirats. Von 7.30 Uhr bis 13.00 Uhr werden zunächst acht Kinder aus der Grundschule vor und nach Unterricht betreut. Die Gebühren liegen dabei unter denen von Nachbargemeinden. Der Zuschussbedarf der Gemeinde liegt bei ca. 3.600,--DM im Jahr. Die Kosten für das Betreuungspersonal möglichst niedrig zu halten, forderten mehrere Gemeinderäte. Zum Beispiel solle geprüft werden, ob Erzieherinnen dafür in Frage kommen. Bürgermeister Reutter ist noch auf der Suche nach Personal, das vor allem flexibel eingesetzt werden kann. Der Probelauf beginnt nach den Sommerferien zunächst für ein Jahr.

Zum Seitenanfang

Bauanträge
Dem Wiederaufbau einer gebrauchten Stahlhalle als Maschinen- und Lagerhalle im Gewann Lettwiesen stimmte der Gemeinderat bei zwei Gegenstimmen zu. Der Bauherr muss die Halle eingrünen und Nistkästen schaffen. Außerdem soll das Gebäude möglichst tief im Gelände gebaut werden. Zwei Gemeinderäten war die Halle zu groß und am falschen Standort. Das Landwirtschaftsamt prüft, ob die Halle in dieser Größe nötig ist. Dem An- und Umbau eines Wohnhauses mit Garagen in Reustadt 10 stimmte der Gemeinderat einstimmig zu. Einhellig wurde die gewählte Bauweise mit Pultdach im Niedrigenergiestandard als städtebaulich sehr ansprechend gelobt. Der Dachgeschossumbau sowie der Bau einer landwirtschaftlichen Mehrzweckhalle auf dem Uhlandhof wurde einstimmig genehmigt. Zu Diskussionen führte der ungenehmigte Bau einer Mauer im Eingangsbereich. Fünf Gemeinderätinnen und Gemeinderäte wollten der nachträglichen Genehmigung nicht zustimmen, acht sprachen sich für eine Nachgenehmigung aus. Gegen den Bauherrn wird allerdings eine Bußgeldanzeige wegen ungenehmigten Bauens erstattet.
Zum Seitenanfang

Wolfgang Liebrich im Vorstand
Wolfgang Liebrich, dienstältester Gemeinderat, wurde einstimmig als Vertreter des Gremiums in den Vorstand der neuen Hermann und Hilde Walter - Stiftung gewählt. Der Vorstand besteht nach dem Willen des Siftungsgebers aus dem Bürgermeister, einem Gemeinderat, je einem Vertreter der Katholischen und Evangelischen Kirche sowie drei Bürgerinnen und Bürgern, die noch zu wählen sind.

Zum Seitenanfang

Bebauungsplan Sparwieser Straße gelobt
Den Entwurf des Bebauungsplans Sparwieser Straße hat der Gemeinderat einstimmig gebilligt und dessen öffentliche Auslegung beschlossen (siehe auch öffentliche Bekanntmachung in dieser Ausgabe). Das Gremium lobte die Planung als sehr gelungen und städtebaulich ansprechend.
Der örtliche Planer Bernd Liebrich sowie der Esslinger Regierungsbaumeister Frank Stübler hatten nach Gesprächen mit Grundstückseigentümern und der Gemeinde sowie dem Musikverein eine lockere Bebauung des Areals östlich der Sparwieser Straße entworfen. Neben dem Bau des Wertstoffhofs und der baurechtlichen Absicherung des Jugendhauses, die Anlass für die Aufstellung des Bebauungsplans waren, wurden die gemeindlichen Planungen um einen optionalen Bauhofstandort mit eigener Zufahrt ergänzt. Die Planungen des Musikvereins für ein Lager wurden mit einer Option auf ein Vereinsheim konkretisiert. Vier Privatgrundstücke wurden mit Baufenstern und konkreten baulichen Vorgaben für eventuelle Bebauung versehen, die eine alte Baulinie aus dem Jahr 1901 ablösen sollen. Mit zur Ortsrandlage hin abnehmender Gebäudehöhe, Grünzone entlang des Butzbaches sowie Pflanzgeboten und Pflanzbindungen sollen vor allem die Belange des Naturschutzes und Landschaftsbildes berücksichtigt werden. Durch entsprechende Auflagen im Bebauungsplan dürfen keine störenden Eingriffe in die Topographie des Geländes erfolgen. Der Bebauungsplan biete elementare Gedanken zur Gemeindeentwicklung, so Bürgermeister Jochen Reutter. Gemeindliche Planungen würden dadurch abgesichert, dem Musikverein helfe man für seine spätere Entwicklung und die Nachverdichtungen auf den Privatgrundstücken seien städtebaulich wohltuend. Dies sah auch das Gremium so. Hausaufgaben erhielten Verwaltung und Planer allerdings bei den Fragen, wie das Müllfahrzeug die neuen Gebäude anfahren soll und ob die Pflanzliste des NABU nicht ergänzt werden könnte. Der Entwurf des Bebauungsplans wird nun öffentlich ausgelegt.
Zum Seitenanfang

Sauerwasser in Ordnung
Sowohl die regelmäßige Untersuchung des Sauerbrunnens auf Nitrate als auch die vorsorglich durchgeführte Untersuchung auf Radium bestätigten, dass das Sauerwasser in Hattenhofen beruhigt getrunken werden kann. Darüber informierte Hauptamtsleiter Norbert Baar. Auf Anregung aus der Bürgerschaft hatte die Verwaltung nach den Medienberichten über radiumverseuchtes Mineralwasser das hiesige Wasser untersuchen lassen. Der Messwert liegt dabei deutlich unter dem international strengsten Richtwert aus den USA.

Zum Seitenanfang