Bericht von der Gemeinderatssitzung
am 15.11.2000

Kurz berichtet Was spricht für Ledergasse 3
als Standort für ein Backhaus?
Blutspender geehrt Bebauungsplanverfahren "Sparwieser Straße" geht in die nächste Runde
Nachtragshaushalt mit positiver Entwicklung Neonröhrenbeleuchtung
oder beleuchtete Schrift ?
Hattenhofen spart Energie Welche geschützten Denkmäler
gibt es in Hattenhofen ?
Standort für ein "Schwätz- und Backhaus" festgelegt Energieverbrauch sinkt weiter

Kurz berichtet
Bebauungsplan: Der Gemeinderat hat die sechste Änderung des Bebauungsplans Bruckwiesen-Tannenbrunnen als Satzung beschlossen. Aus Gründen der Rechtssicherheit in einem Umlegungsverfahren wird das Baufenster auf einem Grundstück der aktuellen Grundstücksgrenze angepaßt (siehe öffentliche Bekanntmachung).
Doppelgarage: Die Voranfrage zum Bau einer Doppelgarage Hauptstraße 4 erhielt das gemeindliche Einvernehmen.
Straßenfest: Das diesjährige Straßenfest schloss mit einem Minus von 9,92 DM. Trotz des miserablen Wetters konnte immerhin ein Umsatz von knapp 5.600,--DM erwirtschaftet werden.
Wertstoffhof: Der neue Wertstoffhof wird am 2. Dezember eingeweiht.
Zum Seitenanfang

Blutspender geehrt
Die Ehrung von acht Blutspendern verband Bürgermeister Reutter mit dem Aufruf, dass jeder, der gesund sei, Blut spenden solle. Der Bürgermeister lobte die "unschätzbaren Dienste für das Gemeinwohl", die die Blutspender leisteten, wenn auch die Hilfe unspektakulär sei. Reutter hob die Vorbildfunktion der Spender hervor und ehrte diese mit Urkunde, Nadel sowie Blumen für die Damen und Wein für die Herren. Hans-Jürgen Wölfl, der Vertreter des örtlichen DRK, lud Gemeinderäte und Zuhörer zum nächsten Blutspendetermin in Boll ein. Es sei "nur ein Piekser", der mit einem Vesper belohnt werde, so der Sanitäter.

Die Ehrennadel in Gold für zehnmaliges Blutspenden erhielten: Eveline Bäumner, Isolde Göller und Sandra Rauscher. Die Blutspendeehrennadel in Gold mit goldenem Lorbeerkranz und eingravierter Spendenzahl für fünfundzwanzigmaliges Spenden erhielten: Andre Frank, Wibke Hattenhauer und Josef Schupp. Die Blutspendeehrennadel in Gold mit goldenem Lorbeerkranz und eingravierter Spendenzahl für fünfzigmaliges Spenden erhielten: Roland Göller und Peter Scheppner.

Zum Seitenanfang

Nachtragshaushalt mit positiver Entwicklung
-Keine Kredite nötig, höhere Investitionen möglich-
Die Nachtragssatzung zum Haushalt 2000, die zusätzliche Einnahmen ergibt, wurde vom Gemeinderat beschlossen. Bürgermeister Jochen Reutter freute sich über einen sehr positiven Verlauf im Jahr 2000. Die Gemeinde kann über eine erhöhte Zuführungsrate vom Verwaltungshaushalt zum Vermögenshaus-halt und somit über zusätzliche frei Mittel für Investitionen verfügen.

Allerdings, so der Bürgermeister, werde die Gemeinde in den nächsten Jahren die Auswirkungen der Steuerreform spüren, indem die Anteile am Steueraufkommen zurück gingen. Der im Verwaltungshaushalt erwirtschaftete Überschuss konnte von geplanten 600.000,--DM auf 750.000,--DM angehoben werden, berichtete Finanz-fachmann Michael Deiß vom Verwaltungsverband. Der allgemeinen Rücklage können sogar 300.000,--DM zugeführt werden. Trotz weniger Einnahmen bei der Gewerbesteuer wird die Gemeinde nach der neuesten Steuerschätzung für den Anteil an der Einkommenssteuer und die Zuweisung des Landes 135.000,--DM mehr einnehmen. Weitere Mehreinnahmen ergaben sich durch die Schlussabrechnung des Asylbewerberheims Reustadt mit insgesamt 140.000,--DM sowie durch den Verkauf eines Gewerbebauplatzes mit 300.000,--DM. Mehrausgaben entstanden insbesondere durch die Sanierung der Ortsmitte. Die Maßnahme kostet 1,4 Millionen DM, wo-von das Land 900.000 DM übernimmt. Trotz vollständiger Finanzierung der Orts-kernsanierung wird die Gemeinde auch im Jahr 2000 ohne Kreditaufnahme auskommen und bleibt somit im Kernhaushalt weiterhin schuldenfrei. Die Kindergartenzahlen in Hattenhofen sind rückläufig, so dass hier die Einnahmen um 10.000,--DM zurückgingen. Sparsame Mittelbewirtschaftung sowie Einsparungen bei den Ener-giekosten durch den Wärmeverbund Sillerhalle-Schule sorgen dafür, dass der Planansatz bei der Sillerhalle um 10.00,--DM zurückgenommen werden kann. Für zahlreiche zusätzliche Schilder, Poller und Verkehrsspiegel mußte die Gemeinde den ursprünglichen Ansatz von 5.000,--DM auf 15.000,--DM erhöhen. Die Straßenreinigung kostete 25.000,--DM, während im Vorjahr nur 8.000,--DM anfielen. Dies hängt damit zusammen, dass die Reinigungsfirma für das 2. Halbjahr 1999 sehr spät die Schlussabrechnung vorlegte. Die Verwaltung soll dem Gemeinderat allerdings darlegen, wie lange die Kehrmaschinen unterwegs sind, um hier möglicherweise weitere Einsparungspotentiale aufdecken zu können. Durch eine Änderung der Lan-deskommunalbesoldungsverordnung, die die Landesregierung jüngst beschlossen hat, wird die Besoldung der Bürgermeister in Städten und Gemeinden zwischen 1.000 und 5.000 Einwohner angehoben. Bürgermeister Reutter wird daher eine Besoldungsgruppe höher als bisher eingruppiert. Darauf wies der Vorsitzende selbst hin. Die Hebesätze der Gemeindesteuern sowie die Gebühren werden im kommenden Jahr nicht angehoben, betonte Michael Deiß auf Anfrage aus dem Gremium.
Zum Seitenanfang

Hattenhofen spart Energie
Nicht nur die Gemeinde, auch die Einwohner verbrauchen weniger Energie. Die sinkende Konzessionsabgabe der Gemeinde an die Neckarwerke Stuttgart zeigt, dass die Hattenhofer in den letzten beiden Jahren ihren Stromverbrauch gesenkt haben.
Zum Seitenanfang

Standort für ein "Schwätz- und Backhaus" festgelegt
- Gemeinderäte wollen gründliche Planung -
Die weiteren Planungen für ein Fest- und Backhaus konzentrieren sich auf den Standort Ledergasse 3. Dies hat der Gemeinderat bei drei Gegenstimmen und einer Enthaltung beschlossen. Im Rahmen der weiteren Planung soll die Verwaltung eine genaue Kostenermittlung für verschiedene Raumgrößen sowie eine Liste der künftigen Nutzer vorlegen, außerdem wird der Gemeinderat in nächster Zeit mehrere Backhäuser besichtigen. Einig war sich die überwiegende Mehrheit im Gremium, dass das frühere Areal Hässler, auf dem kürzlich die Gebäude abgerissen wurden, den idealen Standort für ein Fest- und Backhaus darstellen würde.
Nach dem Grundsatzbeschluss des Gemeinderats, zusammen mit dem Arbeitskreis der Lokalen Agenda die Planungen für ein Backhaus aufzunehmen, wollte Bürgermeister Reutter als nächsten Schritt über den möglichen Standort entscheiden lassen. Der Vorsitzende betonte die multifunktionale Nutzung des Hauses, in dem nicht nur gebacken werden soll. Es sei ein Projekt von Bürgern für Bürger. Vier mögliche Standorte stellte der Bürgermeister vor, in dem er deren Vor- und Nachteile detailliert erläuterte. Die Standorte Dorfwiesen (Gallusgelände) sowie Schulhausparkplatz bei Ledergasse 12 bzw. auf Höhe des Containerbereichs schieden in der Abwägung aus. Von den zur Verfügung stehenden öffentlichen Flächen ist das Areal Leder-gasse 3 für Bürgermeister Reutter die geeignetste für das Projekt (siehe dazu ge-sonderten Artikel). Ein Gemeinderat, der beim Grundsatzbeschluss beruflich verhin-dert war, kritisierte das Projekt als "Hauruck-Verfahren". Ohne Not, so der Sprecher, werde hier wertvolle Gemeindefläche für ein solches Projekt hergegeben. Der geplante Raumbedarf von 35 bis 40 Personen sei durch vorhandene Einrichtungen abgedeckt. Außerdem wehrte sich der Sprecher gegen den teilweise seiner Meinung nach in der Bevölkerung vorherrschenden Eindruck, der Bau des Backhauses sei bereits beschlossene Sache. Diesen Aspekt betonten weitere Gemeinderäte, die - wiewohl für das Projekt als solches - erst eine gründliche Planung und Kostenschätzung forderten, bevor endgültig entschieden werde. Diese Vorgehensweise ist für Bürgermeister Reutter selbstverständlich. Es gehe heute nur um die Festlegung des möglichen Standorts, so der Schultes, der sich gegen den Vorwurf unnötiger Eile verwahrte. Die Gemeinde werde einen Schritt nach dem anderen setzen. Im geplanten Fest- und Backhaus sieht der Schultes die Chance für einen Bürger-Treff in anderem Ambiente und mit erweiterten Möglichkeiten als in den vorhandenen Einrichtungen wie z.B. dem Farrenstall, Die Kombination von Backen und Treffpunkt habe den Gemeinderat bei seinem Grundsatzbeschluss überzeugt, führte ein Sprecher aus, nun müsse man einen Standort in zentraler Lage finden. Das Areal Hässler liege zentral im Ort, aber ruhig in zweiter Reihe und sei somit ein idealer Platz. Dass das Backhaus in zentraler Lage gebaut werden müsse, betonten weitere Gemeinde-räte. Bevor Gerüchte im Ort aufkämen, sollte man erst einmal die genaue Kostenberechnung abwarten und Städteplaner Dr. Jürgen Koch, der die Gemeinde bei der Ortsmittesanierung berät, einschalten, so ein Gemeinderat. Ein wesentlicher Faktor würden die künftigen Bewirtschaftungskosten des Gebäudes sein. Mit den kritischen Stimmen im Gremium hatte der Sprecher kein Problem. Es sei wichtig, dass sich der Gemeinderat detailliert und konstruktiv mit allen Vor- und Nachteilen des Projekts auseinandersetze. An dem Begriff Fest- und Backhaus störte sich eine Gemeinderätin. Ihr wäre die schwäbische Bezeichnung "Schwätz und Back" lieber. Dies treffe den Charakter des geplanten Gebäudes am besten.
Zum Seitenanfang

Was spricht für Ledergasse 3 als Standort für ein Backhaus?
Der Standort Ledergasse 3 (ehemaliges Areal Hässler) hätte folgende Vorteile: absolute Zentrumslage, Nähe zum historischen Standort des Backhauses, gute einsehbare Höhenlage mit städtebaulicher Wirkung (Abrundung der städtebaulichen Situation), erschlossene Gemeindefläche, gut nutzbar für regenerative Energien, Zisterne vorhanden, frei überplanbar, aufgrund des Grundstückzuschnitts ideal für eine Außenanlage, gute Verkehrsanbindungen in alle Ortsrichtungen, Erhaltung des dörflichen Charakters der Ledergasse, Erweiterung der Infrastruktur in zentraler Ortslage und ordentlicher Rauchabzug. Bei dem Verkauf des Grundstücks an einen Investor ist davon auszugehen, dass dieser aus wirtschaftlichen Gründen eine massive Bebauung mit Tiefgarage und Riegelkomplex erstellen wird. Die Folge wäre eine negative Veränderung des Ortsbildes. Bei öffentlicher Nutzung des Grundstücks muß sich die Gemeinde die erhaltene Landesförderung nicht in vollem Umfang anrechnen lassen, was bei gewerblicher Nutzung bzw. Verkauf der Fläche der Fall wäre.
Nachteil der Planung: Beim Bau eines "Schwätz- und Backhauses" ginge das Grundstück als Gemeindefläche für andere Zwecke wie z.B. für eine Seniorenwohnanlage verloren. Aufgrund des Grundstückszuschnitts mit den gesetzlichen Grenzabständen ist jedoch hier nur eine eingeschränkte Nutzung, was die Grundfläche des Gebäudes anbelangt, möglich.
Zum Seitenanfang

Bebauungsplanverfahren "Sparwieser Straße" geht in die nächste Runde
Zahlreiche Anregungen aus der Bürgerschaft, aus dem Gemeinderat und von den Trägern öffentlicher Belange wird die Verwaltung mit den betroffenen Stellen, den Planern und den Grundstückseigentümern besprechen, bevor der Gemeinderat über die angeregten Planänderungen entscheiden wird. Der Bebauungsplan "Sparwieser Straße" war ursprünglich aufgestellt worden, um die Genehmigung für die Projekte Jugendhaus (Dauergenehmigung) und Wertstoffhof zu erhalten. Im Rahmen der Planung wurden weitere Projekte aufgenommen wie die Ausweisung von Baufenstern anstelle der alten Baulinie, die Option für ein Vereinsheim des Musikvereins sowie für einen Bauhof mit möglicher eigener Zufahrt von der Kreisstraße her. Die meisten Behörden gaben der Planung grünes Licht. Bedenken äußerten der Regionalverband Region Stuttgart wegen der Siedlungsentwicklung sowie die Naturschutzbehörde im Landratsamt, die angrenzende Biotope gefährdet sieht. Vor Ort wird die Gemeinde mit den Naturschützern Ausgleichsmaßnahmen besprechen. Ebenfalls soll vor Ort die Frage einer separaten Bauhofzufahrt geklärt werden. Mehrere Gemeinderäte wollen an dieser Zufahrt festhalten, um die Sparwieser Straße zu entlasten. Das Straßenbauamt Kirchheim hatte aus Gründen der Verkehrssicherheit die Querverbindung zur Kreisstraße kurz nach der Ortsausfahrt abgelehnt. Die Bedenken von Anliegern, dass durch den Bau eines Vereinsheims für den Musikverein zusätzlich zu den Projekten Wertstoffhof, Bauhof und Jugendhaus unzumutbarer Lärm entstehen könnte, teilt die Verwaltung nicht. Zum einen soll aktuell nur ein Lager für den Musikverein gebaut werden, ein Vereinsheim ist mittelfristig kein Thema, es wird nur die planerische Voraussetzung geschaffen. Die Lärmentwicklung durch die abendliche Gesamtprobe einmal in der Woche, sofern ein Proberaum gebaut werden würde, halten Verwaltung und Gemeinderat für vertretbar.
Zum Seitenanfang

Neonröhrenbeleuchtung oder beleuchtete Schrift ?
Noch keine Entscheidung traf der Gemeinderat über einen Bauantrag, an den Gebäuden Hauptstraße 36 (Metzgerei und Gaststätte Lamm) eine Neonleuchtröhren-Reklameanlage anzubringen. Der Eigentümer will anstelle der vorhandenen Schriftzüge mit Neonröhren ausgeleuchtete Buchstaben aufsetzen. Bereits Anfang der 80er Jahre hatten sich Gemeinde und Bauherr Gedanken gemacht, welche Beschriftung der Gaststätte in das Ensemble der Fachwerkhäuser der Ortsmitte passt. Wegen der Nähe des Gebäudes zu denkmalgeschützten Objekten wurde damals ein Gestaltungsbüro beauftragt und die Untere Denkmalbehörde im Landratsamt eingeschaltet. Eine indirekte Beleuchtung der Schrift, z.B. durch Strahler, wurde von mehreren Gemeinderäten aus Gründen des Ortsbilds bevorzugt. Die Verwaltung soll die Angelegenheit deswegen nochmals mit dem Bauherrn und der Denkmalbehörde besprechen, bevor über den Bauantrag entschieden wird.
Zum Seitenanfang

Welche geschützten Denkmäler gibt es in Hattenhofen ?
Im Rahmen des Bauantrags zur beleuchteten Gaststättenwerbung am "Lamm " informierte die Verwaltung über die Liste der denkmalgeschützten Objekte im Ort. Es sind dies:
Ehemaliges Bauernhaus, Hauptstraße 37,
Rathaus, Hauptstraße 45,
Evangelische Kirche, Hauptstraße 47,
Ehemaliges Bauernhaus, Hauptstraße 50,
Inschriftstein, Hirtengasse 6,
Zehntscheuer,Höfle 17,
Ehemalige Mühle, Reustadt 3,
Ehemaliges Bauernhaus, Reustadt 16,
Tiefbrunnen, Zeller Straße 15
Zum Seitenanfang

Verkehrsprobleme in der Friedhofstraße
Mit den Anwohnern und den Firmen im Gewerbegebiet Friedhofstraße sowie der Verkehrsbehörde soll die Verwaltung eine Verkehrskonzeption für die Friedhofstraße erarbeiten. Wegen zahlreicher Konfliktsituationen in der Friedhofstraße hatte die Verwaltung erste Gedanken zur Entzerrung der Situation vorgestellt. Die Problempunkte sind die Parksituation im Bereich der Firma Plattenhardt, das Zuparken von Zufahrten und Stichwegen durch LKW sowie Probleme des Begegnungsverkehrs im Bereich der unteren Friedhofstraße, Einmündung Hauptstraße. Die Gemeinde könne die vorhandene Parkierungsfläche nicht erweitern, betonte Bürgermeister Jochen Reutter, man wolle jedoch für den Autofahrer klar dokumentieren, wo geparkt werden dürfe und wo nicht, um vor allem die Ausfahrten freizuhalten. Deswegen sollen nach Vorstellung der Verwaltung entlang der Friedhofstraße Parkflächen ausgewiesen werden. Außerdem sollen LKW über 7,5 t nicht mehr von der Hauptstraße in die Friedhofstraße einfahren, sondern über die Abzweigung von der Kreisstraße auf Höhe des Sportplatzes zum Gewerbegebiet fahren. Dies entspräche der Regelung in Reustadt, wo die LKW nicht durch das Wohngebiet fahren dürfen, sondern die Zufahrt von der Göppinger Straße her nehmen müssen. Das Problem sahen die Gemeinderäte überwiegend im Parkverhalten von Anwohnern in der unteren Friedhofstraße. Dort werde auch im gesetzlichen Halteverbot bis in den Einmündungsbereich geparkt, so dass vor allem LKW nicht mehr vorbei kämen. Ein Gemeinderat schlug eine Beschilderung vor, die zwar das Ein- und Ausfahren von LKW an beiden Enden der Friedhofstraße zuläßt, aber das Abbiegen von der Hauptstraße abwärts in die Friedhofstraße bzw. von der Friedhofstraße auswärts Richtung Schlierbach untersagen soll. Lastzüge müssten dann bei Bedarf am Kreisverkehr wenden. Ein Gemeinderat hatte vorgeschlagen, zusammen mit den Firmen neue zusätzliche Parkflächen zu schaffen. Hauptamtsleiter Norbert Baar äußerte seine Zweifel, ob die Firmen sich an den Kosten für einen zusätzlichen Parkplatz beteiligen würden, da alle Betriebe ihre Stellplatzpflicht erfüllt, teilweise sogar übererfüllt hätten. Bedauert wurde im Gremium, dass die Mitarbeiter der Firmen die freien Parkflächen im Bereich des Freizeitzentrums der Ev.Kirche bzw. des Tennisclubs nicht nützen. Die Anregungen aus dem Gremium will Bürgermeister Reutter nun mit Firmen, Anwohnern und Verkehrsfachleuten besprechen.
Zum Seitenanfang

Energieverbrauch sinkt weiter
Der Energieverbrauch bei den gemeindlichen Gebäuden sowie der Straßenbeleuchtung sinkt kontinuierlich. Dies zeigt der Energiebericht der Neckarwerke Stuttgart 1999. Durch den Wärmeverbund Schule-Sillerhalle hat sich der Anteil von Erdgas als Energieträger auf über 54% des Gesamtbezugs erhöht. Allerdings haben sich die Werte bei den Kohlendioxidgesamtimissionen verschlechtert bzw. erhöht, da Strom (je nach Erzeugungsmix) weniger Kohlendioxyd verursacht als Gas. Auch der Verbrauch an Kraft- und Lichtstrom sinkt im öffentlichen Bereich. Darüber informierte Hauptamtsleiter Norbert Baar den Gemeinderat. Beim Bürgerhaus Farrenstall und im Kindergarten liegen die Energieverbräuche wiederum unter denen des Vorjahres, die Einsparpotentiale in technischer Hinsicht dürften hier ausgereizt sein. Weitere Einsparungen wären nur noch über Verbraucherverhalten zu erreichen. Das Rathaus hat den geringsten Energieverbrauch seit 1996. Weitere Energieeinsparungen sind zu erwarten, da eine neue Heizung in einem Büro den bisher stromzehrenden Einsatz von Radiatoren ersetzt. Eine konstante Senkung der Energieverbräuche ist vor allem bei der Straßenbeleuchtung festzustellen. Trotz Zunahme der Zahl der Straßenleuchten sanken die Verbräuche in den beiden letzten Jahren um 8,6% bzw. 7,5%. Dies ist ein Ergebnis der Umrüstung auf Natriumdampfleuchten sowie der Erweiterung der Halbnachtschaltung. Das Ergebnis bei der Schulheizung, die seit Mitte 1999 auch die Sillerhalle mitversorgt, liegt über der Summe der vorjährigen Einzelergebnisse von Schule und Sillerhalle. Die Verwaltung vermutet, dass bei der Berechnung versäumt wurde, den Verbrauch des Ev. Gemeindehauses herauszurechnen. Zwei Gemeinderäte sorgten sich, ob dies wirklich der Grund sein könnte. Die Verwaltung wird den Energieverbrauch dort im Auge behalten, da man sich von diesen Wärmeverbund eine Einsparung an Energie und Geld erwartet hatte. Jedenfalls, so das Fazit von Hauptamtsleiter Baar, sinke der Energieverbrauch bei den öffentlichen Einrichtungen wie auch bei den Privathaushalten.
Zum Seitenanfang


Richtigstellung: Befugnisse des Feldschützen
In seiner Ausgabe vom 2. November schreibt das "Wochenjournal" im Bericht über die Gemeinderatssitzung vom 24.Oktober: "Sollte (.....) der Feldschütz Fahrzeuge angehalten haben, dann hat er seine Befugnis überschritten. Dazu ist er nämlich nicht ermächtigt ". Nach dem Polizeigesetz und der Durchführungsverordnung zum Polizeigesetz ist der Feldschütz befugt, wie ein Polizeibeamter die Überwachung der Verkehrsverbote auf gemeindlichen Feldwegen durch Anhalten von Kfz zu überwachen. Dem Hattenhofer Feldschütz wurde diese Befugnis per Dienstanweisung übertragen.
Zum Seitenanfang