Bericht von der Gemeinderatssitzung
14.05.2002

Kurz berichtet Kindergarten: Örtliches Architekturbüro plant Dachsanierung
Realschule: Hattenhofen stimmt für Standort Boll Keine Zweifel an Fachkompetenz
Stellplätze: Gemeinde wartet Gutachten ab Was kostet die Erschließung im Storren?
Ja zu Achtfamilienhaus
Planer muss bei Garagen nachbessern
Neues Amt

Kurz berichtet
Ja zu Stellplätzen: Die Stellplatzplanung der Gemeinde im Rahmen der Butzbachsanierung wurde von den Fachbehörden abgesegnet und gelobt. Darüber informierte Bürgermeister Jochen Reutter den Gemeinderat. Der Bus wird am Sauerbrunnen ortsauswärts wie ortseinwärts künftig auf der Straße halten.
Bürgerversammlung: Am Mittwoch den 19. Juni will Bürgermeister Reutter die Hattenhofer Bürgerinnen und Bürger über aktuelle Themen der Gemeindepolitik informieren. Zu der Bürgerversammlung wird die Gemeinde noch offiziell einladen.
Keine Aufnahme: Die Ortskernsanierung wurde dieses Jahr nicht in das mehrfach überzeichnete Landessanierungsprogramm aufgenommen. Bürgermeister Jochen Reutter will nächstes Jahr einen zweiten Anlauf nehmen.
Halteverbot: Eine Ausweitung des Halteverbots im Bereich der katholischen Kirche fordern mehrere Gemeinderäte. Die Gemeinde habe die Verkehrsschau des Landkreises schon um einen Ortstermin gebeten, so Bürgermeister Reutter. Man werde die Sache weiter verfolgen.
Sanierungen: Auf eine ganze Reihe schadhafter Stellen an Schächten oder am Fahrbahnbelag gemeindlicher Straßen wiesen Gemeinderäte die Verwaltung hin. Der Bauhof soll Löcher am Wertstoffhof, im Bühlweg, im Langen Morgen und in der Bruckwiesenstraße flicken. Der Schotterweg am Ende der Zeller Straße in die Bruckwiesenstraße soll geteert werden, auch der Hinweis auf einen verstopften Schacht am Rathaus fehlte nicht. Eine Gefährdung von Motorradfahrern durch Sanierungsbänder auf Fahrbahnrissen monierte ein Gemeinderat. Bürgermeister Reutter verwies darauf, dass dies Stand der Technik sei.
Genehmigungsfrei: Geschirrhütten bis zu 40 m³, sofern sie der jeweilige Bebauungsplan zulässt, brauchen keine baurechtliche Genehmigung. Darauf hatte Hauptamtsleiter Norbert Baar auf Anfrage einer Gemeinderätin verwiesen. Diese hatte eine solche Holzhütte in der Bruckwiesenstraße festgestellt.
Pflanzkübel: Die Resonanz aus der Bevölkerung zu den jüngst aufgestellten Pflanzkübeln am Rathausplatz ist überwiegend positiv, war sich Bürgermeister Reutter mit seinen Gemeinderäten einig. Der Gemeinderat hatte vor längerer Zeit beschlossen, die "steinerne Ortsmitte" durch diese Art der Begrünung aufzulockern.
Vorberatung: Einen Tag nach der Gemeinderatssitzung fand die Verbandsversammlung des Gemeindeverwaltungsverbands im Hattenhofer Farrenstall statt. Bürgermeister Reutter erläuterte den Räten vorab die Tagesordnung. Im Wesentlichen ging es um die Jahresrechnung, die Schulentwicklung und den Flächennutzungsplan.
Zum Seitenanfang

Realschule: Hattenhofen stimmt für Standort Boll
Gemäß dem Standortgutachten für ein Schulzentrum im Albvorland, das dem Standort Boll gegenüber der Gemeinde Heiningen Vorteile einräumt, spricht sich Hattenhofen dafür aus, als ersten Schritt zur Schaffung eines Schulzentrums eine Realschule in der Gemeinde Boll zu errichten. Dies hat der Gemeinderat einstimmig beschlossen. Ende April hatte Gutachter Karl-Heinz Ruppel in Dürnau sein Standortgutachten vorgestellt. Bewerber um einen möglichen Realschulstandort waren die Gemeinden Heiningen und Boll. Heiningen zog dabei nach der Wertung des Gutachters den kürzeren. Bürgermeister Reutter verwies darauf, dass im Voral-braum entgegen dem Landestrend die Schülerzahlen zunähmen, was sich auch mit der Entwicklung im Hattenhofer Kindergarten decke. Zwar habe man zunächst eine Abfuhr im Kultusministerium erhalten, dennoch müssten sich alle acht Voralbgemeinden auf einen Standort einigen. Der für den Wahlkreis zuständige Landtagsabgeordnete Hermann Seimetz stünde hinter der Planung. Wo die Kinder aufwüchsen, sollten sie auch zur Schule gehen, so ein Gemeinderat. Eine Realschule im Voralbraum sei eine Stärkung des ländlichen Raums. Wenn Heiningen und Eschenbach bei der Stange blieben, so der Sprecher, würden die acht Gemeinden über 23.000 Einwohner repräsentieren und hätten damit eine starke Position. Der Gemeinde Hattenhofen falle es leicht, so ein anderer Sprecher, dem Standortvorschlag Boll zuzustimmen. Die Frage sei, ob dieser Standort in Heiningen und Eschenbach kommunalpolitisch durchzusetzen sei. Man habe noch einen langen Weg bis zu einer gemeinsamen Realschule zurückzulegen. Neben der noch offenen Finanzierung sei es vor allem wichtig, dass die acht Gemeinden weiterhin Einigkeit zeigten, waren sich alle Sprecher einig.
Zum Seitenanfang

Stellplätze: Gemeinde wartet Gutachten ab
Eine Entscheidung über den Bau von Stellplätzen am Feldweg unterhalb des Sportplatzes stellt der Gemeinderat zurück, bis das Verkehrsgutachten für die Friedhofstraße vorliegt. Die Verwaltung hatte zunächst vorgeschlagen, die Planung für Stellplätze an dieser Stelle einzustellen. Ein Ortstermin mit Behörden, dem NABU und der örtlichen Landwirtschaft hat ergeben, dass vor allem aus Gründen des Naturschutzes und des Landschaftsbilds kaum eine Aussicht besteht, dort Stellplätze genehmigt zu bekommen. Auch zwei von der Gemeinde beauftragte Planer hatten sich dagegen ausgesprochen. In der Frage bestehe keine Eile, so jedoch die Sprecher im Gemeinderat. Man müsse heute noch nicht entscheiden. Bürgermeister Jochen Reutter wird die Angelegenheit daher bis auf Weiteres ruhen lassen.
Zum Seitenanfang

Ja zu Achtfamilienhaus
Planer muss bei Garagen nachbessern

Der Planung eines Achtfamilienhauses auf dem Areal Hauptstraße 59/61 steht die Gemeinde grundsätzlich positiv gegenüber. Nachbessern muss der Planer bei der Gestaltung der Stellplätze und Garagen. Außerdem soll die verkehrliche Anbindung an die Hauptstraße noch besser gelöst werden. Ein Bauträger aus Göppingen sowie das örtliche Architekturbüro hatten der Gemeinde eine Bauvoranfrage zur Bebauung des Areals vorgelegt. Das dort stehende Haus ist leer und baufällig. Es soll daher abgerissen werden. Abgesetzt von der Straße soll ein Achtfamilienhaus entstehen, dazu sechs begrünte Flachdachgaragen und sieben Stellplätze. Die Planer wollen damit den gemeindlichen Richtlinien für eine erhöhte Stellplatzzahl nachkommen. Allerdings sehen diese Richtlinien für ein Grundstück dieser Größe von gut acht Ar lediglich vier Wohnungen vor. Dennoch, so Hauptamtsleiter Norbert Baar, könne sich die Verwaltung das Achtfamilienhaus dort vorstellen. Denn die Umgebungsbebauung weise in diesem Bereich viele Gebäude mit ähnlicher Kubatur auf. Auch das Haus von der Straße abzurücken, sei städtebaulich richtig. Gestalterische Bedenken, so Baar, habe die Verwaltung jedoch bei den geplanten Flachdachgaragen an der Straße. Der dortige öffentliche Grünzug müsse beibehalten und fortgesetzt werden. Städtebaulich würden die geplanten Garagen dort nicht hinpassen. Allerdings, so der Sprecher, wenn man das Haus nur mit Stellpätzen genehmige, könne man baurechtlich Garagen später nur über einen Bebauungsplan verhindern. Dieses Thema wolle die Verwaltung aber derzeit nicht anpacken. Die Auffassung der Verwaltung wurde im Gremium mehrheitlich mitgetragen. Die Planung schaffe im Ort Wohnungen für junge Familien, so ein Sprecher. Es sei wichtig, die Baulücken zu schließen. Der geplante Baukörper passe dort hin. Nicht anfreunden konnten sich die Räte jedoch mit der Garagenplanung. Der Planer müsse hier eine ansprechendere Gestaltung und bessere Lösung hinbekommen. Ein Sprecher brachte eine Tiefgarage ins Spiel. Auch verkehrsmäßig sei der Bereich neben der Ausfahrt des Höfle eine Problemstelle, meinten mehrere Sprecher. Wenn die Verkehrsbelastung durch bis zu zwölf dort parkende Autos zunehme, könne es "chaotisch" werden. Bürgermeister Reutter will die weitere Planung mit dem Bauträger besprechen. Deren anwesender Geschäftsführer bedankte sich bei den Gemeinderäten für die positive Grundhaltung und versprach, die angesprochenen Probleme zu lösen.
Zum Seitenanfang

Kindergarten: Örtliches Architekturbüro plant Dachsanierung
Für ein Honorar von insgesamt rund 26.000 € erhält das örtliche Architekturbüro Liebrich den Auftrag, die Kindergartendachsanie-rung zu planen und auszuschreiben. Dies hat der Gemeinderat einstimmig beschlossen. Das Honorar schließt die bisher geleistete Vorplanung mit ein. Das Büro Liebrich habe sehr tüchtig gearbeitet, so Bürgermeister Reutter, und die Dachsanierung in allen Facetten beleuchtet. Man wisse die Aufgabe dort in guten Händen.
Zum Seitenanfang

Keine Zweifel an Fachkompetenz
Er habe nie an der Fachkompetenz seines Gemeinderatskollegen und Bauingenieurs Bernd Liebrich gezweifelt, stellte Gemeinderat Wolfgang Liebrich nach dem Vergabebeschluss zum Kindergartendach klar. Ein NWZ-Artikel hatte genau dies unterstellt. Nicht zum ersten Mal sei er von der Presse falsch zitiert worden, so Liebrich. Er sei anderer Auffassung gewesen (Wolfgang Liebrich hatte für einen Architektenwettbewerb plädiert), habe aber keine Mehrheit erhalten, damit habe er kein Problem. Er habe fachlich eine andere Lösung bevorzugt, aber nie das örtliche Architekturbüro in Mißkredit bringen wollen.
Zum Seitenanfang

Was kostet die Erschließung im Storren?
Im Rahmen der öffentlichen Auslegung des Bebauungsplans wollen die Grundstückseigentümer im Storren die Kosten der künftigen Erschließung erfahren. Diese Bitte äußerten zwei Anlieger im Rahmen der Bürgerfragestunde an die Verwaltung. Nicht nur der dortige Gartenbaubetrieb sei gegen die Planung, sondern auch andere Anwohner, stellte ein Bürger fest. Ihre Zweifel an der gemeindlichen Planung äußerte erneut die Vertreterin des Gartenbaubetriebs. Außerdem befürchte sie hohe Erschließungskosten. Bürgermeister Reutter will die Anlieger so schnell wie möglich über die entstehenden Kosten informieren.
Zum Seitenanfang

Neues Amt
Bürgermeister Jochen Reutter ist neuer Stellvertreter des Rechberghauser Schultes Rainer Ruf im Kreisverband der Bürgermeister. Darüber informierte Stellvertretender Bürgermeister Günther Berroth Gemeinderäte und Publikum. Die Wahl Reutters zum kreisweit zweiten Mann der Bürgermeister zeige, dass er nicht nur das Vertrauen der Hattenhofer Bevölkerung, sondern auch das seiner Amtskollegen genieße, so der Sprecher. Berroth gratulierte Jochen Reutter namens des Gemeinderats und der Bevölkerung zum neuen Ehrenamt.
Zum Seitenanfang