Bericht von der Gemeinderatssitzung
09.04.2003

Kurz berichtet Über sieben Brücken
Schulteich wird stillgelegt Erneut Ktitik an Gewerbegebietsplanung im Verbandsgebiet

Kurz berichtet
Sanierung: Vor Ort informierte sich der Gemeinderat über die Baufortschritte am Butzbach. Schon jetzt hat sich der Platz dort stark verändert. Die Bauarbeiten liegen im Zeitplan. In den nächsten zwei Monaten werden die beiden neuen Brücken gebaut. Der Sauerwasserbrunnen erhält einen oberirdischen Ablauf zum Butzbach.
Wahl: Einstimmig hat der Gemeinderat die Regularien und Fristen für die Bürgermeisterwahl am 5. Oktober festgelegt. Der Terminplan der Gemeindeverwaltung wurde vorab vom Kommunalamt im Göppinger Landratsamt geprüft und bestätigt. Vor den Sommerferien wird der Gemeinderat den Gemeindewahlausschuss, der die Wahl leiten wird, bestimmen.
Haushalt: Das Landratsamt hat die Gesetzmäßigkeit des Gemeinde-Etats für 2003 bestätigt. Die Behörde regt an, für die zu erwartenden Deckungslücken im Verwaltungshaushalt der Jahre 2004 bis 2006 ein Sicherungskonzept aufzustellen. Wegen der vielen Unbekannten in der Planung möchte Bürgermeister Jochen Reutter damit warten, bis die Steuerschätzung im Mai vorliegt.
Keine Kopplung: Das geplante Blockheizkraftwerk bei der Firma Plattenhardt und die bestehende Anlage im Wohngebiet Sommergarten werden nicht gekoppelt. Nach einer entsprechenden Anregung aus dem Gemeinderat hatten beide Betreiber mitgeteilt, dass sich dies wirtschaftlich nicht lohne.
Abbruch: Der Eigentümer des Hauses Ringstraße 1 muss auf Anregung der Gemeinde beim Brandschutz für sein zweites Obergeschoss nachbessern. Mit der von der Gemeinde geforderten Abbruch-Verfügung für die illegal errichteten Gauben und Balkongeländer möchte das Baurechtsamt warten, bis das derzeit laufende Widerspruchsverfahren des Bauherrn entschieden ist. Diese Haltung der Behörde stieß auf Kritik im Gremium.
Anschluss: Mit dem Haus Hauptstraße 35 konnte das letzte Anwesen im Ort, das noch über eine Grube entwässert wurde, nun an den öffentlichen Kanal angeschlossen werden.
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Schulteich wird stillgelegt
Der Schulteich an der Glasfassade bei der Sillerhalle wird trockengelegt. Darauf hatten sich Gemeindeverwaltung und Schul-leitung verständigt, nachdem der Teich seit Jahren missbräuchlich genutzt wurde und oft mit großem Aufwand gereinigt werden musste. Zuletzt wurden ein Paar alte Ski aus dem Tümpel gezogen.
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Über sieben Brücken
Sieben Brücken befinden sich derzeit auf Hattenhofer Markung. Diese wurden vom Ingenieurbüro Straub aus Donzdorf, das auch die Butzbachsanierung plante, auf Mängel untersucht. Teilweise durch den Bauhof, wo erforderlich, durch eine Fachfirma, will Bürgermeister Jochen Reutter die festgestellten Mängel instand setzen lassen. Teilweise ist das Geländer zu niedrig, hat der Beton Risse oder ist der Fahrbelag beschädigt. Sofortmaßnahmen hat der Bauhof bereits ausgeführt. Bei den untersuchten Bauwerken handelt es sich um die Feldwegbrücke am Graubach, um die neue Fußgängerbrücke am Graubach, um die Reustadtbrücke, um die Holzbrücke am Butzbach, um die Betonbrücke am Butzbach, um die Feldwegbrücke in der Ohrenhalde sowie um die jüngst neugebaute Brücke zwischen Hattenhofen und Sparwiesen.
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Erneut Ktitik an Gewerbegebietsplanung im Verbandsgebiet
Breiten Raum nahm erneut die Diskussion über die Flächennutzungsplanung des Gemeindeverwaltungsverbandes, vor allem im gewerblichen Bereich, ein. Bürgermeister Jochen Reutter hatte vorab aus der jüngsten Verbandsversammlung berichtet. Unter anderem wurde dort die Jahresrechnung des Verbandes festgestellt. Außerdem soll im Mai ein weiteres Gespräch im Kultusministerium in Sachen Realschule stattfinden. Zur Gewerbegebietsentwicklung hatten die Hattenhofer Gemeindevertreter in der letzten Verbands-Sitzung deutliche Worte gefunden. Sollte es zu Kooperationen zwischen Zell und Aichelberg sowie im Bereich Gammelshausen/Dürnau kommen, werde Hattenhofen durch das Raster fallen, befürchten die Hattenhofer Gemeindevertreter. Vor allem die verkehrliche Belastung der Gemeinde, die im Gegensatz zu Nachbargemeinden keine Umgehungsstraßen habe, werde stark zunehmen. Diese Verkehrsbelastung sei freilich auch bei einem interkommunalen Gewerbegebiet gegeben, bei solch einem Modell hätte jedoch auch Hattenhofen seinen Nutzen ziehen können. Vor allem, so ein Sprecher, werde mit der aktuellen Planung das langjährige gemeinsame Ziel, Flächen zu schonen, aus den Augen verloren. Auch die von Hattenhofen angeregte Verkehrsprognose stieß nicht bei allen Gemeinderäten auf Zustimmung. Solange nicht klar sei, welche Betriebe in dem angedachten Gewerbegebiet Zell/Aichelberg angesiedelt würden, könne man auch keine zuverlässige Prognose abgeben. In den nächsten Wochen und Monaten wollen sich die Räte über die gemeinsame Strategie Hattenhofens einig werden. Ein Sprecher regte an, zusammen mit Boll ein Gewerbegebiet zu planen. Andere halten es für richtig, wenn Hattenhofen künftig bei der Gewerbeentwicklung seinen eigenen Weg geht. Ein dritter Vorschlag lautet, der Nachbargemeinde eine größere Gewerbefläche zuzugestehen, dafür Hattenhofens Entgegenkommen durch ein Abtreten von Wohnflächen an unsere Gemeinde zu kompensieren. Über allen Planungen müsse die Erhaltung der landschaftlichen Qua-lität stehen, so Bürgermeister Jochen Reutter. Die Zersiedelung dürfe nicht weiter fortschreiten, auch wenn man sich rechnerisch auf bestimmte Flächen einigen könnte. Reutter soll den Räten einen Vorschlag für die gemeinsame Strategie vorlegen.
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