Bericht von der Gemeinderatssitzung
29.03.2006

Kurz berichtet Erfolgreiches Benefizkonzert
Sillerhalle: Statik in Ordnung
Dach hält Schneebelastung aus
Gemeinde leitet Abwasser in der Sommerweide teilweise in die Klärteiche um
Kommune und Anlieger müssen investieren

Kurz berichtet
Grünes Licht für Bauherren: Jeweils einstimmig erteilte der Gemeinderat für folgende Vorhaben das gemeindliche Einvernehmen: Abbruch und Neubau Wohnhaus, Hauptstraße 89 (Bauvoranfrage); Dachgeschossumbau, Dobelstraße 11; Dachgauben, Hanfländer 4.
Sparmaßnahmen unerläßlich: Das Landratsamt Göppingen hat die Gesetzmäßigkeit des Haushaltsplans 2006 und der Wirtschaftspläne für die beiden Eigenbetriebe Abwasser und Wasserversorgung bestätigt. Die Finanzlage der Gemeinde sei weiterhin kritisch, so die Aufsichtsbehörde. Das beschlossene Haushaltskonsolidierungskonzept mit zahlreichen Sparmaßnahmen und weiterer Ausschöpfung eigener Einnahmequellen müsse konsequent umgesetzt werden. Sollte die finanzielle Entwicklung hinter den Prognosen zurückbleiben, müssten die Spar- und Konsolidierungsmaßnahmen intensiviert werden.
Finanz-Kontrolle: Rechnungsprüfer des Landkreises sind in den nächsten Wochen im Rathaus und prüfen routinemäßig die Rechtmäßigkeit der finanziellen Vorgänge in den Jahren 2003 bis 2005. Darüber informierte BM Reutter das Gremium.
Flachdächer bleiben: Im Bereich der Flachdachgebäude am Ortsrand im Bruckwiesen wird es keine Bebauungsplanänderung geben. Darüber informierte die Verwaltung. Die Eigentümer eines Flachdachgebäudes im Lärchenweg verzichten auf eine ursprünglich angedachte Satteldachbebauung und möchten stattdessen ihr Gebäude im Rahmen dessen, was die Landesbauordnung zulässt, aufstocken. Die geplante Umfrage unter Anliegern wird somit hinfällig.
Aus eins mach zwei: Auf Antrag von Grundstückseigentümern wird der Bebauungsplan "Sparwieser Straße" auf deren Kosten im vereinfachten Verfahren geändert. Der Entwurf der Bebauungsplanänderung wird öffentlich ausgelegt. Dies hat der Gemeinderat einstimmig beschlossen. Auf einem elf Ar großen Grundstück am Ortsrand sollen zwecks besserer Vermarktung zwei Baufenster anstelle des bislang ausgewiesenen Baufensters ermöglicht werden. Nach Rechtskraft der Planänderung soll die Erschließung privat geregelt werden.
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Erfolgreiches Benefizkonzert
Der Erlös des Benefizkonzerts vom 11. März beträgt 1.324 Euro Darüber informierte BM Jochen Reutter. Der Erlös der Veranstaltung, die erstmals alle musiktreibenden Ensembles der Gemeinde in einem Konzert vereinigt hatte, soll der Unterhaltung der gemeindlichen Spielplätze zugute kommen.
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Sillerhalle: Statik in Ordnung
Dach hält Schneebelastung aus

Aufgrund der vorhandenen Unterlagen und der Inaugenscheinnahme während verschiedener Ortstermine erhebt ein von der Gemeinde beauftragtes Statikbüro keine Bedenken gegen die Standsicherheit der Dachkonstruktion der Sillerhalle. Diese gutachtliche Stellungnahme nahm der Gemeinderat zur Kenntnis. BM Jochen Reutter hatte unter dem Eindruck der wegen Schneemassen eingestürzten Eishalle in Bad Reichenhall das Büro beauftragt, die "Schneesicherheit" der gemeindlichen Turn- und Festhalle zu überprüfen. Diese wurde 1997 saniert und erhielt ein Walmdach auf das bestehende Flachdach aufgesetzt. Die neue Holzdachkonstruktion wurde damals statisch nachgewiesen. Das Dach sei nach der Sanierung offensichtlich dicht, so der Gutachter, sodass kein weiterer Wasserzutritt auf die Konstruktion einwirken könne. Das Hallendach wurde für eine Schneelast von 90 kg/m² ausgelegt und entspricht der hiesigen Schneelastzone III. Die vorsorgliche Untersuchung durch die Verwaltung sei löblich, so ein Gemeinderat, der Gutachter drücke sich jedoch vor der abschließenden Verantwortung. Eine hundertprozentige Aussage enthalte das Gutachten nicht. Im Zweifelsfall liege die letzte Verantwortung beim Bürgermeister, so Jochen Reutter. Die Schneelastgrenze sei auch bei den letzten Schneefällen in Hattenhofen noch nicht annähernd erreicht worden, meinte ein anderer Gemeinderat.
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Gemeinde leitet Abwasser in der Sommerweide teilweise in die Klärteiche um
Kommune und Anlieger müssen investieren

Für rund 50.000 Euro wird die Gemeinde den Kanal in der Sommerweide im Bereich der Gebäude 4 bis 10 vom Kanalnetz abtrennen und an den in die Klärteiche entwässernden Kanal im benachbarten Wohngebiet Sommergarten anschließen. Der neue Anschlusskanal hat eine Länge von rund 70 Meter. Gleichzeitig sind die Eigentümer der dortigen Rückstau gefährdeten Gebäude angehalten, ihre privaten Rückstausicherungen nachzurüsten. Dies hat der Gemeinderat (ein Mitglied war abwesend) nach erneut ausgiebiger Diskussion einstimmig beschlossen.
Zum wiederholten Mal hatte sich das Gremium mit dem Engpass im Abwasserkanal der Albershauser Straße befasst. Diese Kanalüberlastung führt zu Rückstauproblemen dreier Gebäude in der Sommerweide, die allerdings keinen ausreichenden privaten Rückstauschutz besitzen. Da die Abwasserableitung im Oberdorf zudem Auswirkungen auf die Hochwassersituation im Graubachtal hat, konnte sich der Gemeinderat auch angesichts der zu erwarteten Kosten bei einer Kanalsanierung bislang für keine Lösung entscheiden. Verbandsbauingenieur Wolfgang Scheiring hatte dem Gremium nochmals alle fünf technisch möglichen Varianten erläutert. Nach ausführlicher Diskussion wurden folgende vier Varianten, teils aus Kostengründen, teils wegen einer nicht gewünschten Präzedenzwirkung und teils mangels landrätlicher Zustimmung abgelehnt:
- Ein Regenüberlauf vom Kanal in der Albershauser Straße in die Schützenstraße zu den Klärteichen, Kosten 200.000 Euro.
- Ein Anschluss des Kanals in der Albershauser Straße an die Klärteiche, die diese Wassermenge jedoch kapazitätsmäßig nicht mehr verarbeiten könnten.
- Die Finanzierung der privaten Rückstaumaßnahmen an den drei Gebäuden in der Sommerweide.
- Eine Kanalauswechslung in der Albershauser Straße für 175.000 Euro, zusammen mit den anstehenden Belagsarbeiten an der Kreisstraße.
Zu Beginn der Diskussion gab es Stimmen, die sich dagegen aussprachen, in den öffentlichen Kanalbereich zu investieren, um private Rückstauprobleme zu beseitigen. Letztlich stimmte das Gremium jedoch dem Vorschlag der Verwaltung zu, parallel die drei Gebäude, deren Hausentwässerungen teilweise ein Gefälle von unter einem Prozent aufweisen, abwassertechnisch an die Klärteiche zu hängen und dort den privaten Rückstauschutz durch die Eigentümer auf Vordermann bringen zu lassen. Damit, betonte ein Gemeinderat, sei man bei der Lösung, die man ursprünglich schon letztes Jahr favorisiert habe. Die nachfolgenden, jetzt aber abgelehnten Lösungsvarianten seien nur im Hinblick auf eine Entlastung des Albershauser-Straßen- Kanals und ange-sichts der Auswirkungen auf den Hochwasserschutz im Graubachtal diskutiert worden.