Bericht von der Gemeinderatssitzung
06.03.2007

Kurz berichtet Gemeinde ordnet den Bereich Ledergasse bis Schule
Nachverdichtung und Freihaltung des Grünzugs
Schulhausparkplatz: Diskussion um künftige Gestaltung und Nutzung der Freiflächen

Kurz berichtet
Parkfläche bleibt: Die Schulgasse wird keine Zubringerstraße für das Seniorenzentrum. Dies erläuterte Bürgermeister Reutter auf Anfrage einer Einwohnerin. Die Parkfläche wird wie bisher genutzt (siehe auch unten stehenden Bericht zur Umgestaltung des Areals). Die Andienung des Seniorenzentrums erfolgt, wie bereits berichtet, über Hauptstraße und Kirchweg beim evangelischen Gemeindehaus.
Wasserversorgung feiert: Hervorragende Arbeit bestätigten Bürgermeister Reutter und ein Gemeinderat dem Uhinger Zweckverband Wasserversorgung. Dieser kann im hundertsten Jahr seines Bestehens auf eine gute finanzielle Ausstattung und einen geringen Schuldenstand verweisen. Die Wasserbezugsgebühren für die angeschlossenen Gemeinden sollen in den nächsten Jahren nicht steigen.
Landjugend zieht: Auf dem früheren Tankstellenareal findet am 15. April ein Tauziehturnier der Landjugend statt. Darüber informierte Bürgermeister Jochen Reutter. Ein Gemeinderat beklagte sich in dem Zusammenhang über eine Verschmutzung des Areals, die nicht zuletzt durch eine zurückliegende Veranstaltung verursacht worden sei. Die Verwaltung soll die Veranstalter auffordern, den Sand und die Folien zu entfernen.
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Gemeinde ordnet den Bereich Ledergasse bis Schule
Nachverdichtung und Freihaltung des Grünzugs

Die Gemeinde wird demnächst den Beschluss zur Aufstellung eines Bebauungsplans "Ledergasse/Ortsmitte" fassen. Dies ist das einstimmige Ergebnis einer Beratung über einen städtebaulichen Entwurf für den Bereich zwischen "Citybau", Schule und Ledergasse. Im vergangenen Herbst hat der Gemeinderat das Planungsbüro Straub aus Donzdorf beauftragt, Überlegungen zur Überplanung des Bereichs anzustellen. Seine Vorschläge stellte Uwe Straub dem Gremium nun vor. Durch großzügige Baufenster soll im Bestand der Bebauung an der Ledergasse eine Nachverdichtung ermöglicht werden. Da es sich um ein gewachsenes Gebiet handelt, das eine heterogene Gebäudestruktur aufweist, soll der künftige Bebauungsplan nicht zu viel eingreifen, sondern die bisherige städtebauliche Vielfalt beibehalten. Im Bereich der gemeindlichen Freiflächen an der Ledergasse nahm Straub das Ergebnis eines städtebaulichen Wettbewerbs im Jahr 1998 zur Planungsgrundlage. Der damalige Sieger sah sowohl eine Freiflächengestaltung wie auch eine erneute Bebauung entlang der Ledergasse vor, was seinerzeit auch vom Gemeinderat so beschlossen worden war. Die Bebaubarkeit entlang der Ledergasse korrespondiert mit der bestehenden Bebauung auf der gegenüberliegenden Seite, wo ein landwirtschaftlicher Betrieb den Ortsrand abschließt. Der künftige Bebauungsplan sichert die bisherige Grünschneise als Flächen für Landwirtschaft bzw. private Grünfläche. Bei dem vorgesehe-nen Bebauungsplan gehe es darum, so Bürgermeister Jochen Reutter, Baulücken im Bestand zu schließen, das Areal städtebaulich insgesamt zu ordnen und eine Abgrenzung zwischen Innen- und Außenbereich zu schaffen. Ein Gemeinderat legte Wert darauf, dass der Abschluss der Bebauung die Frischluftzufuhr Richtung Ortsmitte nicht beeinträchtigt, was ihm der Planer versicherte. Auf Anfrage eines weiteren Sprechers erläuterte BM Reutter, dass die Gemeinde wie bisher bei der Schaffung von Bauplätzen durch Nachverdichtung keinen Flächenabzug von den Eigentümern einbehält. Ein Flächenabzug wird nur bei Umlegungsverfahren bisher unbebauter Bereiche erforderlich. Zwei Gemeinderäte sahen die geplante teilweise Wiederbebauung einer gemeindlichen Freifläche am Parkplatz als kritisch an. Dies wurde anschließend detailliert unter dem folgenden Tagesordnungspunkt (siehe unten) beraten.
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Schulhausparkplatz: Diskussion um künftige Gestaltung und Nutzung der Freiflächen
Das Areal um den Schulhausparkplatz soll umgestaltet werden. Dabei gilt es genügend Parkplätze auszuweisen, das Gelände optisch durch viel Grün aufzuwerten und eine Mehrfachnutzung (Multifunktionalität) zu ermöglichen. Die Finanzierung der Maßnahme ist über das Landessanierungsprogramm sichergestellt. Bürgermeister Jochen Reutter möchte somit die zweite Reihe der Ortsmitte lebenswerter machen und mit mehr Aufenthaltsqualität ausstatten. Darin folgt ihm der Gemeinderat, wobei einige Sprecher allerdings die Wiederbebauung einer Freifläche in der Ledergasse mit einem Gebäude ablehnen. Sie möchten die Freifläche nach dem Gebäudeabbruch im Jahr 1997 als solche erhalten und als Dorfplatz nutzen können. Die bisherige Planung von Uwe Straub, die sich auf das Ergebnis eines städtebaulichen Wettbewerbs von 1998 gründet, sieht auf dem Grundstück Ledergasse 4 wieder ein Gebäude vor. Bürgermeister Reutter ist der Meinung, dass die verbleibende Fläche ausreicht, um die ein bis zwei Veranstaltungen im Jahr (Winterzauber jährlich, Dorffest alle zwei Jahre) dort organisieren zu können. Reutter verwies zudem mit einem weiteren Sprecher auf die gestalterisch anspruchsvollen und vielfältig nutzbaren Flächen hinter der Schule, die zum Beispiel ein örtlicher Verein für ein Lichterfest nutzt. Das Gremium diskutierte über mehrere Planungsvarianten, wobei der Tenor lautete, soviel Parkplätze wie möglich anzubieten. Die Anregung eines Gemeinderates, die am unteren Ende des Parkplatzes geplanten neuen Stellplätze für das Seniorenzentrum dort nicht zu bauen und dafür das Parkplatzangebot entlang der Ledergasse zu erhöhen, wies Bürgermeister Reutter zurück und verwies auf entsprechende Gemeinderatsbeschlüsse sowie vertragliche Vereinbarungen mit dem DRK. Planer Straub hat nun den Auftrag, seine Planung zu optimieren und eine Alternativplanung ohne Gebäude Ledergasse 4 darzustellen.
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