Bericht von der Gemeinderatssitzung
25.04.2007

Kurz berichtet Ledergasse und Schulareal: Festplatz oder Wiederbebauung?
Gemeinderat tendiert zu Freifläche mit Parkplätzen

Kurz berichtet
Friedhofstraße 3 wird bebaut: Im dritten Anlauf wurden vom Gemeinderat zwei Bauanträge auf dem Areal Friedhofstraße 3 trotz Angrenzereinwendungen einstimmig gebilligt. Die Bauherren hatten alle Forderungen der Gemeinde aus der letzten Beratung erfüllt. So werden die Häuser noch weiter nach Süden geschoben und die private Zufahrt auf fünf Meter verbreitert. Ein Gebäude liegt aufgrund der Verschiebung im Außenbereich und soll über einen Bebauungsplan (siehe Bericht unten) ermöglicht werden.
Ja zu Bauvorhaben: Das Einvernehmen erhielt der Bau eines Rinderstalls auf dem landwirtschaftlichen Anwesen Hauptstraße 3.
Kenntnis nahm das Gremium vom Bau einer Gaube und eines Garagenanbaus im Birkenweg 16.
Neuer Bebauungsplan für Ortsrand: Der Bereich "Südlicher Ortsrand" -von Friedhofstraße bis zum Höfle- soll mit einem Bebauungsplan überzogen werden. Der Gemeinderat hat einstimmig den Startschuss für das Verfahren gegeben. Zunächst sollen die Behörden zum Geltungsbereich gehört werden, bevor eine erste Information der Öffentlichkeit zu den Zielen und Zwecken der Planung erfolgt (Siehe öffentliche Bekanntmachung in dieser Ausgabe).
Neues Gesicht für Ortsmitte: Ausführlich und konstruktiv hat der Gemeinderat eine künftige Gestaltung des Areals Ledergasse/Schulhaus diskutiert. Planer Uwe Straub hatte dem Gremium weitere Varianten vorgelegt. Noch nicht entschieden ist, ob auf der Wiese des ehemaligen Wohnhauses Ledergasse 4 und 6 wieder ein Gebäude erstellt wird, wie es 1998 ein Preisgericht in einem städtebaulichen Wettbewerb empfohlen hatte. Dafür hatten sich in der Sitzung zwei Räte ausgesprochen. Die Mehrheit tendiert zu einer multifunktionalen Fläche (Ausführlicher Bericht folgt).
Jagdpacht vergeben: Der alte Jagdpächter ist auch der neue. Einstimmig hat der Gemeinderat im Benehmen mit dem landwirtschaftlichen Ortsverein die Gemeindejagd für weitere neun Jahre an Franz Vybiralik verpachtet. Vybiralik ist seit 1975 Jagdpächter. Auf die öffentliche Ausschreibung hatte sich nur er beworben. Der jährliche Pachtzins beträgt 3.700 Euro.
Wieder kein Geld: Zum achten Mal in Folge ist die Gemeinde mit einem Förderantrag für die Kanalsanierung im Wohngebiet Bruckwiesen gescheitert. Landesmitteln von 15 Millionen Euro steht ein Bedarf von 76 Millionen Euro gegenüber. BM Reutter möchte nächstes Jahr erneut einen Zuschussantrag stellen.
Mitgliedsbeiträge für Krankenpflege: Eine tragende Säule der Diakoniestation, so BM Jochen Reutter, sei der Krankenpflegeverein. Dieser hat auf Verbandsebene 1500 Mitglieder, davon 280 in Hattenhofen. Reutter berichtete aus der letzten Sitzung des Vereins.
Kreisverkehrsinsel gelobt: Ein Lob aus dem Gemeinderat erhielt der Bauhof für seine schnelle und funktional wie gestalterisch ansprechende Arbeit am Kreisverkehr. Die vereinzelt geäußerten Befürchtungen, dass die Umgestaltung zu Problemen mit Schwerlastverkehr führen würde, hätten sich nicht erfüllt, so der Sprecher.
Tauzieher bedanken sich: Den Dank der Landjugend für das zurückliegende Tauziehturnier überbrachte ein Gemeinderat. Die Gemeinde hatte für die gut besuchte Veranstaltung das frühere Tankstellen-Areal zur Verfügung gestellt. BM Reutter freute sich, dass die Landjugend das Gelände anschließend wieder "tiptop" hergerichtet habe.
Zum Seitenanfang

Ledergasse und Schulareal: Festplatz oder Wiederbebauung? Gemeinderat tendiert zu Freifläche mit Parkplätzen
Auch in einer zweiten intensiven Beratung ist noch keine Entscheidung gefallen, wie das Areal zwischen Schule und Ledergasse künftig gestaltet und genutzt wird. Im Gemeinderat zeichnet sich jedoch eine Tendenz ab, dass die Fläche Ledergasse 4 vorerst, entgegen einer Empfehlung eines städtebaulichen Wettbewerbs von 1998, nicht mehr bebaut wird. Die Fläche soll nach dem bisherigen Tenor multifunktional als Platz gestaltet werden. Allerdings kann sich die Gemeinde im laufenden Bebauungsplanverfahren "Ledergasse/Ortsmitte" durch ein Baufenster die Option für eine spätere Bebauung offen halten. Planer Uwe Straub bestätigte die von zwei Gemeinderäten vertretene Haltung des damaligen Preisgerichts, dass der Platz in städtebaulicher Hinsicht wieder bebaut werden müsse. Neben diesem Aspekt müsse sich der Gemeinderat aber darüber klar werden, welche Funktion die Fläche in Zukunft haben solle, so Straub. Während die Befürworter einer Wiederbebauung darauf verwiesen, dass das Rondell hinter der Schule als Fläche für Veranstaltungen wesentlich besser geeignet sei (wie die Veranstaltungen von Musikverein und Gewerbeinitiative zeigten), waren andere Sprecher der Ansicht, dass die Gemeinde in zentraler Lage einen großen begrünten Platz benötige. Dies zeige die derzeitige Nutzung des früheren Tankstellenareals als Veranstaltungsfläche. In jeder der vom Planungsbüro Straub vorgestellten Varianten sahen die Gemeinderäte Vor- und Nachteile in gestalterischer Sicht sowie für die künftige Parkierung und Verkehrsführung. In einer der nächsten Gemeinderatssitzungen soll, parallel zum laufenden Bebauungsplanverfahren, eine Entscheidung im Gemeinderat fallen
Zum Seitenanfang