Bericht von der Gemeinderatssitzung
13.06.2007

Kurz berichtet Erlös des Straßenfestes soll zwei gemeinnützigen Zwecken zukommen
Schulvorplatz erhält neues Gesicht

Kurz berichtet
Startschuss für neues Wohngebiet: Mit zwei Gegenstimmen (ein Gemeinderat fehlte, ein Gremiumsmitglied war befangen) hat der Gemeinderat beschlossen, einen Bebauungsplan „Im Langen Morgen II“ aufzustellen. (Siehe öffentliche Bekanntmachung). Die Gemeinderätin, die gegen den Plan stimmte, erkundigte sich nach dem künftigen Verlauf der Grün- und Frischluftzone im Bereich der Ledergasse.
Schulparkplatz wird umgestaltet: Das Areal Ledergasse 4 und 6 wird in nächster Zeit nicht wieder bebaut, im laufenden Bebauungsplanverfahren „Ledergasse/Ortsmitte“ wird jedoch optional ein Baufenster ausgewiesen. Das hat der Gemeinderat mit zwei Gegenstimmen beschlossen. Mit acht Stimmen entschied sich das Gremium mehrheitlich für eine Variante der Platzgestaltung, die den fahrenden wie ruhenden Pkw-Verkehr vom Fußweg entlang der Schule fernhält. Eine Alternativplanung des Büros Straub aus Donzdorf erhielt sechs Stimmen. (Ausführlicher Bericht in der nächsten Ausgabe).
Diskussion über Geldsorgen : Aus der letzten Verbandsversammlung berichtete BM Jochen Reutter. Schwerpunkt war dort die Diskussion mit Landrat Franz Weber (auf diverse Presseberichte sei verwiesen) über die Finanzlage, insbesondere über die Sozialleistungen und Klinikkosten des Kreises.
Erfreulich: Der geplante Albtraufweg von Gammelshausen nach Aichelberg soll im Herbst eröffnet werden.
Keine förmliche Bindung: Die Klimabündnisgemeinde Hattenhofen wird sich nicht einer bundesweiten Aktion der Deutsche Umwelthilfe anschließen, nach der die Kommunen beim Kauf von Pkw verbindlich die strengen EU-Vorgaben beim Kohlendioxidausstoß berücksichtigen sollen (was derzeit überwiegend den Kauf japanischer Autos zur Folge hätte). Stattdessen einigte sich der Gemeinderat darauf, die Verwaltung mit der Formulierung einer Selbstverpflichtung für den Kauf Klima schonender Fahrzeuge zu beauftragen.
Gemeinde kauft Haus: Die Gemeinde hat aus Mitteln des Landessanierungsprogramms das Haus Hauptstraße 22 erworben. Diesen nicht-öffentlich gefassten Beschluss gab Hauptamtsleiter Norbert Baar bekannt. Nach Auszug des Eigentümers soll die Fläche zur städtebaulichen Optimierung der Ortsmitte genutzt werden.
Alles beim Alten: Hattenhofen kann seinen Kompostplatz behalten. Über diese Entscheidung des Landkreises informierte BM Reutter. Laut Abfallwirtschaftsbetrieb bestehen im Landkreis künftig zwei Systeme nebeneinander: Kommunale Kompostplätze wie in Hattenhofen und zentrale Grüngutsammelplätze in einzelnen Raumschaften wie im oberen Filstal.
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Erlös des Straßenfestes soll zwei gemeinnützigen Zwecken zukommen
Der diesjährige Erlös aus dem Straßenfest der Gemeinde soll je zur Hälfte nochmals dem Ausbau der Schulbücherei sowie dem Kauf von Spiel- und Sportgeräten in der Sillerhalle zugute kommen Dies hat der Gemeinderat bei einer Gegenstimme, die das Geld zu hundert Prozent der Schulbücherei zukommen lassen wollte, beschlossen. Über den Vorschlag, mit dem Erlös eine Kletterwand zu finanzieren, soll nächstes Jahr beraten werden. Medientechnik für den Sitzungssaal des Gemeinderats, die ebenfalls zur Diskussion stand, möchte BM Reutter aus dem allgemeinen Haushalt finanzieren.
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Schulvorplatz erhält neues Gesicht
Gemeinderat entscheidet Platzgestaltung an der Ledergasse

Die Planung für die Neugestaltung des Schulhausparkplatzes ist jetzt im Grundsatz klar. Mit einer knappen Mehrheit von acht zu sechs Stimmen hat sich der Gemeinderat für eine von drei neuen Varianten des Büros Straub aus Donzdorf entschieden. Bei zwei Gegenstimmen hatte das Gremium zuvor beschlossen, im künftigen Bebauungsplan „Ledergasse/Ortsmitte“ auf der Freifläche der früheren Gebäude Ledergasse 4 und 6 optional ein Baufenster vorzusehen. Ob und wann diese Fläche wieder bebaut wird, ist allerdings derzeit offen. Bereits in den letzten Beratungen hatte sich abgezeichnet, dass das Gremium mit großer Mehrheit die Fläche für den „Festbetrieb“ freihalten möchte. Damit ist das Gremium von einem früheren Gemeinderatsbeschluss, der dort aus städtebaulichen Gründen eine Wiederbebauung vorsah, abgerückt. Ein Preisgericht hatte vor neun Jahren bei dieser Fläche keinen Platzcharakter gesehen.
Die aktuelle Planung soll den Parkdruck in der Ortsmitte reduzieren, die bisherige Parkfläche einschließlich des Zugangs zum geplanten Seniorenzentrum neu gestalten und den Platz vor der Schule optimieren.
In die engere Wahl kamen zwei Varianten. Die eine befreit den parallel zur Schule laufenden Weg weitestgehend vom Verkehr, die andere nicht, weist dafür etwas mehr Grün aus. Die Zahl der Parkplätze ist in beiden Varianten gleich. In jedem Fall sollen dort, zusätzlich zu dem bisher einzigen Behindertenparkplatz entlang der Hauptstraße, weitere Behindertenparkplätze ausgewiesen werden. Die Schulbushaltestelle in der Ledergasse verbleibt am bisherigen Standort, solange dort keine Wiederbebauung ansteht. Außer gestalterischen und funktionalen Details (Parkplätze gerade oder schräg?) drehte sich die Diskussion darum, ob man den bislang in Einbahnstraße verlaufenden PKW-Verkehr entlang des Musiksaals der Schule dort wegbringen soll oder nicht. Und ob man an der Schule einen Lehrerparkplatz anlegen soll oder nicht. Letztlich setzten sich knapp diejenigen durch, die entlang der Schule möglichst keine Pkw mehr fahren sehen möchten. Die Zu- und Abfahrt des künftigen Parkplatzes erfolgt nördlich vom großen Parkplatz her sowie südlich von der Schulgasse hinter den Ladengeschäften.
Nicht durchsetzen konnte sich ein Gemeinderat mit seiner Haltung, die „Festfläche“ auf dem Schulhof zu etablieren. Dort, so der Sprecher, seien alle logistischen Ansprüche erfüllt und müsse nicht zusätzlich Fläche versiegelt werden. Der neue Festplatz soll stattdessen im Zuge der Umgestaltung die erforderlichen Ver- und Entsorgungsleitungen erhalten. Das Gelände muss insgesamt nivelliert und teilweise abgetragen werden. Planer Uwe Straub hat nun den Auftrag, dem Gemeinderat ein detailliertes Konzept mit Ausführungsdetails und Kostenschätzung vorzulegen.
So sieht das neue Konzept zur Umgestaltung des Schulparkplatzes aus:
Schulhausparkplatz.pdf
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