Bericht von der Gemeinderatssitzung
21.04.2008

Kurz berichtet Sillerhalle erhält neues Gesicht
Gemeinderat berät Modernisierung und Umbau der Turn- und Festhalle mit Außenanlagen

Kurz berichtet
Privater Stellplatz: Das gemeindliche Einvernehmen erhielt der Bau eines Doppel-Carports, In der Kürze 12.
Moderne Beleuchtung: Nach einer Bemusterung im Dunkeln der Nacht hat sich der Gemeinderat bei einer Enthaltung und einer Gegenstimme entschieden, für die neu gestaltete Ortsmitte im Bereich des Schulhausparkplatzes elf Mastaufsatzleuchten und zwei scheinwerferartige Leuchtensegel zum Gesamtpreis - einschließlich Leuchtmittel und Anschluss - von gut 16.000,- Euro zu installieren. Ein Sprecher befürchtete Vandalismus an den neuen Straßenleuchten.
Halloween-Gegner macht weiter: Den zweiten offenen Brief eines Hattenhofer Bürgers zur geplanten „Hexennacht“ in der Sillerhalle nahm der Gemeinderat ohne Diskussion zur Kenntnis. Der Briefeschreiber wendet sich weiterhin gegen die Veranstaltung und möchte sich zu gegebener Zeit den Bürgern von Hattenhofen zu einer Diskussion stellen. Interessierte Mitbürgerinnen und Mitbürger, darauf verweist BM Jochen Reutter, erhalten selbstverständlich eine Kopie dieses Briefs.
Kein neues Geld: Die von der Gemeinde beantragte finanzielle Aufstockung von Landesmitteln für die Sanierungsmaßnahmen in der Ortsmitte wurde vom Stuttgarter Regierungspräsidium nicht berücksichtigt. Das Programm ist mehrfach überzeichnet. Die Behörde verweist auf eine neue Programmausschreibung in 2009.
Gegen Klimaschutz-Kompensation: Gegen den „Ablasshandel“ bei der Reduktion von Treibhausgasemissionen in Europa wendet sich das Klimabündnis in einem aktuellen Beschluss. Kohlendioxid-Emissionen müssten, so das Bündnis, soweit wie möglich durch effizientere Nutzung oder den Einsatz erneuerbarer Energien gesenkt werden. Die Unterstützung von Maßnahmen zur CO2-Reduktion in Entwicklungsländern sei zu begrüßen, dürfe aber nicht als Kompensationsprojekte zur Legitimation von CO2-Freisetzungen hierzulande behandelt werden.
Keine Vorgaben: Freies Mandat für die erforderlichen Abstimmungen bei der nächsten Versammlung des Gemeindeverwaltungsbands „Raum Bad Boll“ am 14. Mai erhielten die drei Vertreter der Gemeinde Hattenhofen.
Erfreulich: Alle Anmeldungen Hattenhofer Kinder konnten auf der Uhinger Realschule für das nächste Schuljahr berücksichtigt werden, berichtete BM Reutter.
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Sillerhalle erhält neues Gesicht
Gemeinderat berät Modernisierung und Umbau der Turn- und Festhalle mit Außenanlagen

Einstimmig hat der Gemeinderat das Instandsetzungs- und Sanierungskonzept des örtlichen Architekturbüros Liebrich für die Sillerhalle genehmigt. Dazu erhielten Planer und Verwaltung den Auftrag, eine Reihe von Maßnahmen nochmals zu überprüfen oder Alternativen vorzuschlagen. Parallel wird der Bauantrag für das Projekt fertig gestellt.
Zwei Stunden hatte sich das Gremium Zeit genommen, um intensiv das von Renate und Bernd Liebrich vorgestellte Sanierungskonzept zu diskutieren und Anregungen zu geben. Durch den Auszug der evangelischen Kirchengemeinde aus dem bisherigen Gemeindehaus, verbunden mit einer künftigen Nutzung dieses Gebäudeteils durch die örtliche Feuerwehr, ergeben sich die Möglichkeit und die Notwendigkeit, die gut 30 Jahre alte Sillerhalle innen und außen grundlegend zu sanieren. Die vorhandenen Räume sollen bestmöglich für unterschiedliche Zwecke nutzbar werden. Den Umbau der Feuerwehrräumlichkeiten wird die Feuerwehr im Wesentlichen in Eigenleistung übernehmen. Das Sanierungskonzept entstand in enger Abstimmung zwischen Planern, Verwaltung sowie Vertretern von TSGV, Musikverein, der Schule und dem Hausmeister. Außerdem finden sich eine Reihe von Anregungen aus dem Gemeinderat im Konzept wieder.

Kernstück der Planung: Multifunktionsraum
In der Halle werden die Umkleidekabinen saniert, ebenso die WC- und Sanitärräume. Ein Teil des WC-Bereichs wird versetzt. Der bisherige Altenraum, der auch als Büro des Hausmeisters diente, wird auf rund 94 Quadratmeter Fläche vergrößert und mit moderner Medientechnik ausgestattet. Der künftige Mehrzwecksaal wird zum Foyer hinaus geöffnet und kann als Tagungs- und Sitzungsraum genutzt werden, für Vorträge, für Gymnastik und Tanz, als Festraum sowie als Garderobe. Ballspiele, Judo oder andere bewegungsintensive Sportarten werden in diesem Raum allerdings nicht möglich sein. Das zurzeit etwas trist wirkende Foyer soll durch ein gewölbtes Lichtband auf dem bisherigen Flachdach aufgewertet werden. Neben zusätzlicher Beleuchtung wird dies den Innenraum großzügiger erscheinen lassen. Die Garderobe soll in flexible und verschiebbare Elemente aufgeteilt werden. Im Bereich von Küche und Theke sollen neue, energiesparende Geräte angeschafft werden.

Außen: Fassadenaufwertung und Platz für Raucher
Im Außenbereich sind teilweise Fenster der Südfassade zu erneuern und soll der Außenputz gestrichen werden. Die senkrechte Holzverkleidung des Dachrandes wird mit neuen Fassadentafeln verkleidet werden. Neben der erforderlichen Sanierung der Betonpassage mit Treppen soll die Hauptansicht allgemein aufgewertet werden. Noch offen ist, ob auf Vorschlag des Planungsbüros das bisherige Gemeindehaus Rankelemente aus verzinktem Stahl erhält und im Bereich des Sportlereingangs eine zweigeschossige Wandscheibe an der Außenseite der Brüstung aufgestellt wird. Mit dieser Wandscheibe möchte das Architekturbüro den Besuchern eine Orientierungshilfe geben, den Sportlereingang überdachen und die städtebaulich unansehnliche Ansicht in dem Bereich verbessern.
Die bisherige Treppenanlage auf der Ostseite des früheren Gemeindehauses soll entfallen, da zwischen Sillerhalle und Seniorenzentrum ein behindertengerechter Weg erstellt wird. Dadurch erhält man eine größere Freifläche östlich des Hallengebäudes, die terrassenartig künftig auch als Aufenthaltsbereich für Raucher bei Veranstaltungen genutzt werden könnte. Angedacht ist dort eine temporäre Überdachung durch große rechteckige Marktschirme.

Noch einige Details zu regeln
Wenn genauere Kosten und – wo gewünscht - eine Alternativplanung vorliegen, wird der Gemeinderat folgende Punkte vertieft beraten: Regelung der Türöffnungszeiten beim Sportlereingang, Lagerungskonzept für Stühle, Tische und Sportgeräte, Zusatztür im Mehrzweckraum für Küchenbetrieb, Lichtband und/oder andere Fenster im Foyer, Außengestaltung des bisherigen Gemeindehauses, Sichtschutzelement vor dem Sportlereingang und im Feuerwehrbereich sowie Anschaffung einer neuen Beschallungsanlage für die Halle. Sowohl die Außensanierung (Betonarbeiten) als auch die Innensanierung der Sillerhalle werden aus dem Landessanierungsprogramm bezuschusst. Die Arbeiten sollen nach den Sommerferien beginnen.
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