Bericht von der Gemeinderatssitzung
24.09.2008

Kurz berichtet Voralbgebiet will Modellprojekte für Klimaschutz umsetzen
Neue Mobilfunkantenne in der Ledergasse
Gemeinderat rät zu Standort im Außenbereich
Ja zu Landschaftspark „Albtrauf“
Hattenhofen unterstützt Antrag von 23 Kommunen an die Region
Gemeinderat vergibt Planungsarbeiten für Bebauungsplan „Südlicher Ortsrand“
Zunächst Gespräche mit Grundstücks-Eigentümern vorgesehen

Kurz berichtet
Platz für Pferde: Einstimmig hat der Gemeinderat der Erweiterung eines Pferdeunterstands am Gebäude Zeller Straße 34/1 das Einvernehmen erteilt. Die Verwaltung geht davon aus, dass die Baurechtsbehörde die zulässige Höchstzahl an gehaltenen Pferden vorgibt.
Platz für Garage: Einer Bauvoranfrage zum Bau einer Garage, Storrenweg 1, außerhalb des Baufensters erteilte der Gemeinderat bei zwei Gegenstimmen das Einvernehmen. Zwei Gemeinderäte befürchteten eine Präzedenzwirkung und plädierten dafür, die Festsetzungen des Bebauungsplans einzuhalten.
Platz für Solaranlage: Nach kurzer Diskussion erhielt auch die Erweiterung einer Dachgaube, Frühlingstraße 1, die die zulässige Breite nach dem Bebauungsplan überschreitet, einstimmig das gemeindliche Einvernehmen. Die Bauherren möchten auf der Gaube eine Solaranlage errichten.
Gewerbegebiet nimmt Gestalt an: Im Zweckverband „Gewerbepark Wängen“ haben die Vertreter der beteiligten Kommunen Aichelberg, Hattenhofen und Zell u. A. den Vorentwurf für die künftige Bebauung des Gewerbegebiets beraten. Darüber informierte Bürgermeister Jochen Reutter. Wie bereits berichtet, soll etwa die Hälfte des Areals die Boller Firma WALA für einen Neubau erhalten. Daneben gibt es örtliche Interessenten.
Müssen Bäume weg? Einen Antrag zweier Anlieger, acht Pappeln im Bereich Graubach/Weiler zu fällen, wird die Verwaltung mit Fachleuten besprechen. Es geht unter anderem um die gemeindliche Verkehrssicherungspflicht. Wenn alle Informationen vorliegen, soll der Gemeinderat über den Antrag entscheiden.
Neue Unterbringung: Der Württembergische Brüderbund nutzt ab 1. Oktober zwei Geschosse des Bürgerhauses Farrenstall als Ersatz für seine Räumlichkeiten im bisherigen evangelischen Gemeindehaus. Die Nutzung durch andere Vereine wird nicht eingeschränkt. Die Belegung der Räumlichkeiten beispielsweise für private Feiern erfolgt nach wie vor über das Rathaus.
Mehr Platz für Anlieferer: Eine neue, breitere Zufahrt im Bereich der Feuerwehr zum Seniorenzentrum nahm der Gemeinderat zur Kenntnis. Derzeit laufen die Bauarbeiten. Die Gemeinde beteiligt sich an den Kosten.
Lob für Vereinfachung: Das Lob eines Gemeinderats erhielten Verwaltung und Feuerwehr. An deren Tag der offenen Tür mit gesperrter Hauptstraße wurde die Umleitungsstrecke über die Dobelstraße nicht aufwändig durch Halteverbotsschilder freigehalten. Stattdessen erhielten die Anlieger lediglich Wurfsendungen mit der Bitte, nicht auf der Straße zu parken. Die Anlieger hätten hier toll mitgezogen, so der Sprecher, und der Feuerwehr eine Menge Arbeit erspart.
Kritik an Parkern: Ein Negativbeispiel nannte dagegen ein anderer Gemeinderat: Beim letzten Second-Hand-Basar sei der Bereich vor und hinter der Sillerhalle völlig zugeparkt gewesen. Nicht nur Anlieferer hätten dort ihre PKW abgestellt. Hier müsse man künftig Halteverbotsschilder aufstellen. (Der Feldschütz war allerdings im Einsatz und hatte die Parkierung so gut wie möglich geordnet).
Für guten Zweck geschwitzt: Zwei Hattenhofer Gemeinderätinnen und ein Gemeinderat haben als Teilnehmer der „Tour de Ländle“ 210 Euro erstrampelt. Diese Spende der EnBW soll auf einstimmigen Beschluss des Gemeinderats der geplanten Schulhofgestaltung zu Gute kommen.
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Voralbgebiet will Modellprojekte für Klimaschutz umsetzen
Die Region „Voralb“, zehn Gemeinden mit insgesamt 29.000 Einwohnern, beteiligt sich mit Unterstützung der Evangelischen Akademie Bad Boll und des Landkreises am Modellprojekt „EU-Leuchtturmprojekte“ (EULE). Um den Klimaschutzzielen der Bundesregierung zu entsprechen, muss bis zum Jahr 2020 der Verbrauch an fossiler Energie im Voralbgebiet um 20 Prozent gleich 37.000 Tonnen Kohlendioxid verringert werden. Mit dem Projekt wollen die Voralbgemeinden sowohl den Klimaschutz als auch die Beschäftigungssituation verbessern. Dazu sind EU- und Landesmittel notwendig.
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Neue Mobilfunkantenne in der Ledergasse
Gemeinderat rät zu Standort im Außenbereich

Der Telekommunikationsdienstleister Telefonica O2 wird auf dem Silo eines landwirtschaftlichen Betriebs in der Ledergasse 15 eine Mobilfunkantenne errichten. Darüber hat das Unternehmen die Gemeinde informiert. Die von der Verwaltung im Vorfeld mehrfach angebotene Standortalternative im Gewerbegebiet Friedhofstraße hat der Anbieter nicht wahrgenommen. Das Vorhaben sei baurechtlich zulässig, so Bürgermeister Jochen Reutter, die Gemeinde habe hier keine Einflussmöglichkeiten mehr. Wenn es auch nicht zu verhindern sei, so ein Gemeinderat, sei er doch alles andere als glücklich über die Anhäufung von Mobilfunkantennen in der Ortsmitte. Auf seine Anregung wird die Verwaltung dem Mobilfunkdienstleister anbieten, stattdessen auf der gemeindlichen Walter-Hütte im Oberholz eine Antenne zu errichten. Dort, so der Sprecher, habe man eine bessere Einstrahlung mit geringerer Dosis. O2 habe dem örtlichen TSGV günstige Handys für dessen Mitglieder angeboten, berichtete der Gemeinderat, hätten andere Vereine dieses Angebot auch erhalten? Sei dies, angesichts der geplanten Mobilfunkantenne, Zufall? Bürgermeister Jochen Reutter möchte sich bei den anderen Vereinen umhören. Die Nutzungsverträge der Mobilfunkanbieter mit den Hauseigentümern betrügen in der Regel acht bis zehn Jahre, erläuterte Reutter auf Nachfrage aus dem Gremium.
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Ja zu Landschaftspark „Albtrauf“
Hattenhofen unterstützt Antrag von 23 Kommunen an die Region

Einstimmig hat der Gemeinderat beschlossen, einem gemeinsamen Antrag von 23 Städten und Gemeinden im Landkreis zur Erarbeitung einer Landschaftsparkkonzeption „Albtrauf“ beizutreten. Bürgermeister Reutter verspricht sich von dem Projekt eine gemeinsame Identität für die Raumschaft. Auch im Wettbewerb mit anderen Landkreisen müsse sich die Region im Albtrauf positionieren, so der Schultes. Der regionale Teilraum des Albtraufs reicht von den Gemeinden im Raum Bad Boll über Heiningen und Eschenbach, Schlat und Süssen bis Kuchen, Lauterstein, Böhmenkirch und Wiesensteig. Stellvertretend für den Initiativraum begründet der Dürnauer Bürgermeister Friedrich Buchmaier den Antrag mit einer gemeinsamen Fragestellung der durch die räumliche Lage und Landschaftsstruktur verbundenen Kommunen. Buchmaier verweist auf die bisherigen Diskussionen und Maßnahmen zum Erhalt der typischen Kulturlandschaft einschließlich des Bereichs der Naherholung. Die 23 Städte und Gemeinden stellen an die Region Stuttgart den Antrag, die Schritte zur Erstellung eines Landschaftsparks einzuleiten. Der Initiativraum umfasst eine Gesamtgröße von 429 km2 und insgesamt rund 112.000 Einwohner. Die kleinste Kommune ist Drackenstein mit 420 Einwohnern, die größte Geislingen a. d. Steige mit 27.000 Einwohnern. Die Landschaft und das charakteristische Landschaftsbild seien das gemeinsame übergreifende Kapital des regionalen Teilraums am Albtrauf, formuliert der Antrag. Der neue Albtraufweg erfreue sich mittlerweile einer großen Beliebtheit und verzeichne auch aus der Gastronomie erste positive Rückmeldungen. Vielfältige Projektideen sollten auf eine konzeptionelle Grundlage in Form eines Masterplans gestellt werden. Hierzu benötige man eine übergeordnete teilregionale Betrachtung. Der Antrag grenzt sich von bisherigen Landschaftsparkkonzeptionen, beispielsweise vom Filderpark, vom Remstalpark oder vom Neckartal ab. Es sollen nicht neue Freiräume entwickelt werden, sondern Vorhandenes gesichert und weiterentwickelt werden. Aus Sicht der Initiativgemeinden ist ein Start der Landschaftsparkkonzeption kurzfristig bis Anfang 2009 wünschenswert
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Gemeinderat vergibt Planungsarbeiten für Bebauungsplan „Südlicher Ortsrand“
Zunächst Gespräche mit Grundstücks-Eigentümern vorgesehen

Das Ingenieurbüro Kuhn aus Frickenhausen wird für die Gemeinde Hattenhofen den Bebauungsplan „Südlicher Ortsrand“ erstellen. Dies hat der Gemeinderat nach der öffentlichen Präsentation dreier Büros in nichtöffentlicher Sitzung beschlossen. Mitbewerber waren die Büros VTG Straub aus Donzdorf und m-quadrat aus Bad Boll. Diese drei Büros hatte der Gemeinderat im Vorfeld als befähigt angesehen, das rechtlich wie kommunalpolitisch sensible Gebiet zu entwickeln. Mit allen drei Büros arbeite die Gemeinde seit langem vertrauensvoll zusammen, betonte Bürgermeister Jochen Reutter eingangs der Beratung. In öffentlicher Sitzung hatten die Planer Gelegenheit erhalten, ihre städtebauliche Vorkonzeption dem Gremium und den Besuchern vorzustellen. Alle drei betonten dabei, wie wichtig es sei, im Vorfeld mit den Eigentümern zu sprechen. Außerdem sind drei landwirtschaftliche Betriebe im Planungsgebiet, deren Bestand zu sichern ist, die aber auch Auswirkung auf die umgebende Bebauung haben werden. Um sinnvoll nachverdichten zu können, haben die Planer vorgeschlagen, über die Grenzen des bestehenden Flächennutzungsplans hinauszugehen. Dabei haben die planenden Büros perspektivisch mittel- bis langfristig eine Neuordnung des Gebiets vorgeschlagen. Die Planer zeigten sich begeistert vom wertvollen südlichen Landschaftsraum, der vor allem durch das bestehende Vogelschutzgebiet gesichert wird. Der Übergang von der Bebauung in den Außenbereich soll daher über einen Grüngürtel erfolgen. Nach der jeweiligen Präsentation der drei Planungsbüros hatte der Gemeinderat Gelegenheit zu Fragen an die Planer. Die Aussprache und Vergabe erfolgten nichtöffentlich.
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