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Gemeinde Hattenhofen
26.06.2012 14:25 Alter: 328 Tage

Aus dem Gemeinderat

Kategorie: Gemeinderatsberichte

 

Bericht über die Sitzung am 20. Juni

Bauen zulässig: Zur Kenntnis nahm der Gemeinderat diese Bauvorhaben: Werbe-anlage am NETTO-Markt, Wohnhausanbau Ledergasse 52, Umbau der Umkleidekabinen im Tennisheim und den geplanten Bau des Mehrfamilienhauses mit Praxisräumen in der Ledergasse 3.

Landwirt erweitert: Neuen landwirtschaftlichen Gebäuden wie ein Jungviehstall oder ein Fahrsilo auf dem Areal Hauptstraße 3 erteilte die Gemeinde das Einver-nehmen. Die Maßnahmen waren zuvor vor Ort mit den Fachbehörden abgestimmt worden.

Schwere Verkehrsunfälle selten: Mit 32 Unfällen im letzten Jahr ist die Zahl in Hat-tenhofen gegenüber den Vorjahren leicht angestiegen. Drei Menschen wurden schwer, drei leicht verletzt. Andernorts sei die Unfallsituation allerdings schlimmer, so Roland Oppermann vom Polizeiposten Bad Boll. Auch das Geschwindigkeitsverhalten auf den Hattenhofer Straßen, ausgenommen der Friedhofstraße, sei nur mäßig zu beanstanden.

Sterben wird teurer: Nach sieben Jahren werden ab Juli erstmals wieder die Bestattungsgebühren erhöht. Der bisherige Kostendeckungsgrad von rund 51 Prozent wird auf 60 Prozent angehoben. Die Gemeinde folgt damit den Forderungen von Regierungspräsidium und Landkreis, um Zuschüsse aus dem Finanzausgleich nicht zu verspielen (ausführlicher Bericht nächste Woche).

 

Neue Wasserleitung für Gebiet „Im Weiler
Die Wasserleitung im Weiler ist aus Guss, 106 Jahre alt und wird für rund 65.000 Euro gegen eine neue Leitung ausgetauscht. Das hat der Gemeinderat auf Vor-schlag der Verwaltung einstimmig beschlossen. Die Gemeinde möchte dadurch die dort auftretenden Wasserrohrbrüche abstellen. Die Neuverlegung samt Erneuerung der Hausanschlussleitungen soll im Herbst stattfinden. Auf die betroffenen Anwohner kommen keine Anschlusskosten zu. Dies erläuterte BM Reutter auf Nachfrage aus dem Gremium.

Kriminalität: Hattenhofen eine „Insel der Glückseligen“
Wie in den Vorjahren liegt Hattenhofen in der Kriminalstatistik des Polizeireviers Uhingen im unteren Bereich. Dies zeigen die aktuellen Zahlen, welche Polizeiober-kommissar (POK) Roland Oppermann vom Polizeiposten Bad Boll im Gemeinderat erläuterte. 37 Straftaten wurden in 2011 untersucht, wovon 21 aufgeklärt werden konnten. Überwiegend sind es Beleidigungen, Sachbeschädigungen oder Diebstähle. Zugenommen haben Schlägereien an Fasching und die sogenannte „Internetkriminalität“, wenn beispielsweise Ware online bestellt aber nicht bezahlt wird. Einbrüche hingegen spielen in Hattenhofen, anders als in autobahnnahen Gemeinden oder entlang der B 10, keine Rolle. Die „Häufigkeitszahl“ drückt die Kriminalitätsbelastung aus. Hier legt die Statistik die Anzahl der Straftaten, hochgerechnet auf 100.000 Einwohner, zugrunde. Der Landkreis liegt bei 4.144, das Land bei 5.424, Hattenhofen bei 1.258, also deutlich unter dem Durchschnitt. Im Revier Uhingen mit 16 Gemeinden liegen nur Dürnau, Gammelshausen und Börtlingen noch niedriger. Der Schnitt liegt im Polizeirevier bei 2.515. Ein Gemeinderat bezweifelte die Aussagekraft der Statistik, solange die Gemeinden in Lage und Infrastruktur nicht vergleichbar seien. Es sei klar, dass eine autobahnnahe Kommune mit Einkaufszentrum mehr Diebstähle und Einbrüche aufweise als eine gleich große Gemeinde ohne diese Besonderheiten. Man lebe in Hattenhofen dennoch auf einer „Insel der Glückseligen“ so ein anderer Sprecher. BM Reutter teilt diese Auffassung: Hattenhofen sei nach wie vor eine sehr sichere Gemeinde, so der Schultes. Bettler, die an der Haustür klingeln, solle man gleich der Polizei melden, empfahl POK Oppermann auf Nachfrage. Oft handle es sich um organisierte Banden, deren Wege man aufgrund der Anzeigen verfolgen könne. Von der Polizeireform sei man auf Postenebene noch nicht betroffen, so Oppermann abschließend, das werde aber wohl noch kommen.

Feldschützin lobt Hattenhofer Bevölkerung
Maren Dräger, die gemeindliche Feldschützin, stellt den Hattenhofern ein gutes Zeugnis aus. Die Bevölkerung sei viel umgänglicher als die Bewohner von Stuttgart, wo sie hauptberuflich im städtischen Vollzugsdienst arbeitet, so Frau Dräger vor dem Gemeinderat. Seit zwei Jahren im Dienst der Gemeinde, kontrolliert die erste weibliche Feldschützin -hin und wieder auch mit Diensthund - die Feldwege und deren Nutzer, die parkenden Autos, öffentliche Einrichtungen wie Spielplätze und Kompostplatz und die Situation um die Sillerhalle bei Veranstaltungen. Die Verwaltung sei mit Frau Dräger außerordentlich zufrieden, so Hauptamtsleiter Norbert Baar. Sie sei aufgrund ihrer beruflichen Vorbildung vom Fach und wisse sich höflich aber konsequent durchzusetzen. Die überwiegende Zahl der Hattenhofer reagiere auf ihre Arbeit mit Verständnis, so Dräger. Probleme beispielsweise bei der Hundehaltung gebe es meist mit Auswärtigen. Auf Wunsch des Gemeinderats wird GVB Dräger demnächst die Anlieferungen von ortsfremden Personen auf dem Kompostplatz näher kontrollieren.