Sie befinden sich hier:  Rathaus / GEMEINDERAT / aktuelle Berichte und Archiv  / 
Druckversion
Gemeinde Hattenhofen
12.04.2012 18:29 Alter: 7 Jahre

Aus dem Gemeinderat

Kategorie: Rathausmitteilungen, Gemeinderatsberichte

 

Bericht über die Sitzung am 11. April

Neuer Wohnraum: Den Bau eines Wohnhauses mit Garage im Limburgweg 6 nahm der Gemeinderat zur Kenntnis.

Wertschöpfung bleibt in der Region: Die Arbeiten für die anstehende Rathaussa-nierung wird die Gemeinde für insgesamt 22 Gewerke unter regionalen Handwer-kern beschränkt ausschreiben oder freihändig vergeben. Dies hat der Gemeinderat einstimmig beschlossen. Die Außenanlagen wird der gemeindliche Bauhof übernehmen.

Gebühren aktualisiert: Das Gebührenverzeichnis zur Verwaltungsgebührensatzung für Dienstleistungen des Rathauses wird von überflüssigen Regelungen befreit, um neue Gebührentatbestände ergänzt und bei einigen Tatbeständen der aktuellen Praxis angepasst. Diesen Vorschlag der Verwaltung hat der Gemeinderat einstimmig beschlossen. Siehe auch öffentliche Bekanntmachung am 19. April.

Moderate Erhöhung: Analog zu den Gebühren für die Betreuung in Kinderkrippe und Kindergarten werden auch die Gebühren für die Grundschulbetreuung ab Sep-tember um rund 15 Prozent angehoben. Dies hat der Gemeinderat einstimmig be-schlossen. Siehe auch öffentliche Bekanntmachung am 19. April.

Stehen höhere Wasserpreise an?: Im Leitungsnetz der Landeswasserversorgung stehen größere Sanierungsarbeiten an. Dies könnte bedeuten, dass unter Umstän-den die versorgten Gemeinden zur Kasse gebeten werden und deshalb ihre Was-sergebühren erhöhen müssen. Darüber informierte Bürgermeister Jochen Reutter.

Neue Wegweiser: Der Landkreis lässt die neuen Radwegschilder bis Ende Mai montieren. Über Hattenhofen verlaufen die „Obstroute“ und die „Voralbroute“. Für Juni ist die Eröffnung der Routen vorgesehen.

 

Braucht der neue Platz an der Sillerhalle eine Einfassung?
Einweihung Ende April vorgesehen
Der neue, noch namenlose Platz an der Sillerhalle soll am 29. April im Rahmen der Maibaumaufstellung der Öffentlichkeit übergeben werden. Darüber informierte Bür-germeister Jochen Reutter den Gemeinderat bei einer Vorortbesichtigung. Einen Beschluss über die endgültige Möblierung des Platzes hat das Gremium zurückgestellt. Zunächst möchten die Räte anhand eines Modells oder einer CAD-Darstellung beurteilen, wie eine Pergola den Platz aussehen lassen würde. Sitzbänke hat der Platz mittlerweile. Diese haben bewusst keine Lehne erhalten, damit man sich von beiden Seiten darauf setzen und den Blick vor allem Richtung Süden genießen kann. Dies erläuterte BM Reutter. Zusätzlich hat der Bauhof hinter einer der Bänke zwei Granit-Quader aufgestellt, die eine Buchshecke umrahmen. Der Gemeinderat sollte entscheiden, ob solche Quader den Platz durchgehend einrahmen sollen. Noch nicht entschieden ist außerdem, ob der Platz eine Pergola erhält, wie seinerzeit die Planerin Evelyn König angeregt hatte. Nach längerer Diskussion ergab sich kein einheitliches Meinungsbild. Die Vorschläge reichten von „gar keine Umrahmung“ bis „vier Quadergruppen plus Pergola“. Die neu gepflanzte Platane wird nach Aussage des Bauhofchefs bis in vier Jahren groß ge-nug sein, um dem Platz Schatten zu spenden, was eine Wand überflüssig machen könnte. Vor einer Entscheidung über die endgültige Möblierung möchten die Gemeinderäte nun zunächst das Modell der Pergola abwarten.

 

Niedrigenergiestandard und Nahwärmeversorgung für Neubau Ledergasse
Sieben von zehn Einheiten stehen schon vor dem Verkauf
Den überarbeiteten Entwurf für „Das Besondere Haus“ in der Ledergasse nahm der Gemeinderat zur Kenntnis. Architekt Jürgen Böbel hatte dem Gremium und einer Reihe von anwesenden Kaufinteressenten seine aktuelle Planung vorgestellt: Das Erdgeschoss erhält statt bislang drei Wohnungen nun eine größere Wohnung und eine Praxis. Den Betreiber und die Art der Praxis wollte Bürgermeister Jochen Reut-ter auf Nachfrage aus dem Publikum noch nicht bekannt geben. In der restlichen Planung hat sich außer ein paar Details in der Fassadengestaltung und der Fenstergröße nichts geändert. Das Gebäude ist barrierefrei und erhält einen Aufzug. Die Zufahrt in die Tiefgarage erfolgt von der Ringstraße aus. Das Gebäude soll durch einen Wärmeverbund mit Rathaus und Bürgerhaus Farrenstall beheizt werden. Dessen Heizzentrale wird sich im Keller des Farrenstalls befinden. Außerdem wird das Gebäude im Energiestandard KfW 70 hergestellt. Dies hat der Gemeinderat einstimmig beschlossen. Dies bedeutet, dass „Das Besondere Haus“ im Jahr nur 70 Prozent des gesetzlichen Standards an Energie verbrauchen darf. Auch der Wärmeverlust muss unter den gesetzlichen Werten liegen. Erreicht wird dies durch eine entsprechende Wärmedämmung und optimale Bauteile, wie Fenster und Dach, an der Gebäudehülle. Außerdem ist eine Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung vorgesehen. Dieses Projekt als Gemeinde umzusetzen, sei ein mutiger Schritt, so ein Gemeinderat. Nachdem man jetzt schon rund zwei Drittel der Wohnungen verkauft habe, habe die Kommune offensichtlich alles richtig gemacht. Es sei eben ein Vorteil, dass die gemeindliche Wohnbau GmbH, mit dem Bürgermeister an der Spitze, ein verlässlicher Partner für die Käufer sei. Als Planer für Gebäude und Außenanlagen hat der Gemeinderat den bisherigen Architekten Jürgen Böbel verpflichtet. Außerdem hat er die Arbeiten für die Fachingenieure vergeben. Insgesamt betragen die Planer- und Ingenieurkosten rund 210.000 Euro. Das Gebäude soll bis Ende 2013 bezugsfertig hergestellt sein.

 

Uneinigkeit über Gestaltung der Sillerhallenfassade: Werbefläche, Bild oder gar nichts?
Die Fassade des Feuerwehrgebäudes in der Sillerhalle (ehemaliges evangelisches Gemeindehaus) soll als kommunale Werbefläche genutzt werden. Diese Idee möchte Bürgermeister Jochen Reutter trotz einiger kritischer Stimmen im Gemeinderat weiter verfolgen. Dem Gremium lagen mehrere Fotomontagen vor, wie eine solche Werbung für Großveranstaltungen aussehen könnte. Wie meist bei gestalterischen Themen fanden sich im Gremium Befürworter und Gegner dieses Vorschlags. Die Unterstützer sind wie Reutter der Ansicht, dass die „nackte Fassade“ gestaltet werden soll; wenn nicht mit Werbung, dann mit einem Bild, dem gemeindlichen Logo oder Kletterpflanzen. Eine ansprechende Gestaltung der Fassade als Werbefläche wäre etwas Besonderes für den Ort, so ein Sprecher. Die Nutzung müsse man unbürokratisch regeln. Die Fassade mit Werbung oder sonstigen Bildern zu gestalten, fanden andere Sprecher dagegen unnötig. Man habe schon genug Werbetafeln im Ort. Außerdem habe man vor zwei Jahren einem privaten Bauherrn in der Hauptstraße das Anbringen einer großen Werbetafel baurechtlich untersagt. Bürgermeister Reutter möchte nun die Anregungen und Fragen aus dem Gremium aufarbeiten und bei kompletter Besetzung (in der Sitzung hatten drei Räte gefehlt) erneut beraten lassen.
So könnte die Werbung beispielsweise für ein Feuerwehrfest aussehen.

 

Bürgerumfrage: Gemeinderat lichtet die Liste der Vorschläge aus
Eine ganze Reihe von Vorschlägen aus der Bürgerumfrage wird nicht weiterver-folgt. Dies hat der Gemeinderat auf Vorschlag der Verwaltung einstimmig beschlos-sen. Die Umfrage im Herbst 2010 hatte eine Vielzahl an Vorschlägen, Wertungen und Äußerungen gebracht. Ein Teil davon ist nach Auffassung der Verwaltung nicht geeignet, weiter behandelt zu werden. Es stehen entweder rechtliche oder tatsächliche Gründe entgegen, oder es handelt sich um reine Wertungen und Einzelmeinungen, oder es stehen bereits Gemeinderatsbeschlüsse zu dem Thema. Hinweise der Bürger auf Verunreinigungen oder Fehlverhalten von Personen oder Betrieben, die auf rein nachbarliche Probleme schließen lassen, wird die Verwaltung im Gemeinderat ebenfalls nicht aufgreifen. Soweit ein öffentliches Interesse gegeben ist, wird die Gemeinde im Rahmen ihrer Möglichkeiten in diesen Fällen sowieso aktiv. Nachdem die „Negativliste“ feststeht, erhalten Gemeinderat und Einwohner demnächst die „Positivliste“ der übrig gebliebenen Themen, die weiterbehandelt werden, zur Information und Übersicht.
Siehe auch Artikel unter der Rubrik „Bürgerumfrage: Das wurde aus Ihren Anregungen“.