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Handeln gegen Sommersmog

Bodennahes Ozon ist die Leitsubstanz des so genannten Sommersmogs, der bei hohen Temperaturen und Sonnenschein vor allem aus Motorabgasen und Lösungsmitteln entsteht. Erhöhte Ozonkonzentrationen in der Atemluft können die Gesundheit schädigen. Kinder sind aufgrund ihres großen Bewegungsdrangs besonders betroffen. Das Wort "Smog" ist abgeleitet aus dem englischen "smoke" (Rauch) und "fog" (Nebel). Gemeint war damit ursprünglich eine Dunstglocke im Winter über größeren Städten und industriellen Ballungsgebieten, die sich bilden, wenn die in der Luft enthaltenen Schadstoffe nicht aufsteigen können. Dieser winterliche "Londonsmog" entsteht durch hohe Konzentration von Schwefel und Stickstoffverbindungen sowie Staub aus Hausbrand, Verkehrs- und Industrieabgasen. Der sommerliche "Los-Angeles-Smog" bildet sich überwiegend aus Autoabgasen unter Einwirkung von Sonnenlicht während sommerlicher Schönwetterperioden.
Ozon ist unsichtbar und giftig. Es ist in geringen Mengen als natürlicher Bestandteil in der Atemluft vorhanden. Je nach Konzentration riecht Ozon würzig, metallisch oder stechend. 90 % des Ozons befinden sich in der Ozonschicht oberhalb von 15 km. Dort schützt das Ozon das Leben auf der Erde vor der schädlichen ultravioletten Strahlung der Sonne und hat mit dem Sommersmog nichts zu tun. Die restlichen 10 % des Ozons befinden sich in den unteren Luftschichten, nur sie tragen zum Sommersmog bei. Hauptquellen für die Stickstoffoxide, die zum "Ozonloch" beitragen, sind der Verkehr mit einem Anteil von 60 % sowie Feuerungsanlagen von Industrie und Kraftwerken mit ca. 30 %. Paradoxerweise herrschen auf dem Land meist höhere Ozonwerte als in der Stadt, denn nahezu die gleichen Schadstoffe, die unter Einfluss des Sonnenlichts zur Ozonbildung beitragen, sorgen auch dafür, dass es wieder abgebaut wird. Auf dem Land gibt es nur wenig des stark Ozon abbauenden Stickstoffmonoxids. Dafür werden mit dem Wind andere Stickstoffoxide und flüchtige Kohlenwasserstoffe in die Reinluftgebiete geweht. Ist also die Schadstoffwolke auf dem Land angekommen und Ozon aus ihr entstanden, fehlt der Stickstoffmonoxidnachschub, um das Ozon wieder aufzulösen. In den Städten dagegen verläuft der Abbauprozess schon tagsüber. Insbesondere in der Nacht wird hier Ozon bis auf nahezu Null abgebaut. Ozon kann tief in die Lunge eindringen, was vor allem wegen der intensiveren Atmung bei körperlicher Anstrengung vorkommt. Ab einem bestimmten Mittelwert wird die Bevölkerung informiert. Oberhalb dieser Konzentration wird empfohlen, sportliche Ausdauerleistungen zu vermeiden. Bei einem noch höheren Wert wird zusätzlich gewarnt. Zur Information der Öffentlichkeit über die Ozonwerte liefern die rund 300 Messstationen des Bundes und der Länder täglich einen aktuellen, bundesweiten Überblick. Das Ozontelefon in Baden-Württemberg lautet: 0721/751076. Im Internet sind die Werte unter www.umeg.de/messwerte/index.html abzurufen. Ozon kann nur wirksam bekämpft werden, wenn die Vorläufersubstanzen wie Stickstoffoxide und flüchtige Kohlenwasserstoffe deutlich und dauerhaft vermindert werden. Was jeder Einzelne tun kann: Rad, Bus oder Bahn statt Auto fahren, Tempo 100 statt Vollgas, Rasen mähen elektrisch oder von Hand statt mit Benzinmotor und beim Anstreichen lösemittelfreie Farben verwenden.


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